Tennis Fed-Cup
Rittner entsetzt über Los im Fed-Cup

Die Auslosung für die Relegation im Fed-Cup (15./16. Juli) hat den deutschen Damen ein Auswärtsspiel in China beschert. "Das ist das Schlimmste, was uns passieren konnte", war Teamchefin Barbara Rittner wenig begeistert.

Kein schönes Geburtstagsgeschenk gab es für die deutsche Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner: In den Relegationsspielen gegen den Abstieg aus der Weltgruppe muss ihr Team gegen China antreten. Da beide Mannschaften noch nie gegeneinander gespielt haben, musste in London zusätzlich das Heimrecht gelost werden, das an die Asiatinnen ging. Damit findet die Partie am 15. und 16. Juli im bevölkerungsreichsten Land der Welt statt.

"Nun kommt es mit China knüppeldick"

"Das ist das Schlimmste, was uns passieren konnte. Die Chinesinnen haben die absolute Favoritenrolle. Das hatte ich mir anders vorgestellt", sagte Rittner an ihrem 33. Geburtstag. "Ich mache erstmal vier Tage das Handy aus und fliege nach Marbella. Ich habe ja gesagt, so eine Chance wie in diesem Jahr, in das Halbfinale einzuziehen, bekommen wir so schnell nicht wieder. Und nun kommt es mit China knüppeldick. Ich weiß gar nicht, wo wir dort die drei Punkte holen wollen", so Rittner zum sid. Der Verlierer muss im kommenden Jahr in der Weltgruppe II antreten.

"Die Chinesinnen geben seit Monaten Vollgas. Dort sprießen die Spielerinnen mit Blick auf Peking 2008 derzeit einfach nur so aus dem Boden", fügte Rittner hinzu. Offen ist derzeit, ob die Team-Chefin beim Abstiegsendspiel in China erneut auf Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) zurückgreifen kann. Der wenig menschliche Umgang von Grönefeld-Coach Rafael Font de Mora, der seinen labilen Schützling während der gesamten Fed-Cup-Woche in Ettenheim bis auf einzelne Trainingseinheiten vom Team ferngehalten und damit für Unruhe gesorgt hatte, stieß Rittner erneut bitter auf.

Im Einzel und im Doppel erfolgreich

Schon seit längerem schwelt ein Konflikt zwischen dem impulsiven Spanier und Rittner über die Art der Menschenführung. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass Rittner bei der Reise ins Reich der Mitte Font de Mora nicht dabei haben will. "Ich werde mit ihm defintiv vorher in Ruhe noch ein Gespräch führen. Dann sehen wir weiter", erklärte Rittner.

Die Chinesinnen, die sich dank eines 4:0 über Indonesien für das Relegationsspiel qualifizierten, sorgten zuletzt auf breiter Basis für Furore. Die Weltranglisten-48. Jie Zheng erreichte vor wenigen Wochen das Viertelfinale beim WTA-Turnier in Miami und schaltete in der dritten Runde Grönefeld in zwei Sätzen aus.

Zusammen mit Zi Yan gewann Zheng zudem die Doppelkonkurrenz bei den Australian Open. Das Doppel Li Ting/Tian Tian Sun hatte bei den Olympischen Spielen in Athen Gold und auf dem Weg dorthin unter anderem die US-Paarung Venus Williams/Chanda Rubin ausgeschaltet.

© SID

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