Tennis French Open
"Au revoir": Santoro verabschiedet sich aus Paris

Fabrice Santoro, der nach der Saison seine Karriere beendet, hat sich von den French Open verabschiedet. Der 36-Jährige unterlag dem Belgier Christophe Rochus.

Als er das erste Mal bei den French Open aufschlug, hieß der französische Staatspräsident noch Francois Mitterrand: 20 Jahre nach seinem ersten Auftritt in Paris hat Fabrice Santoro mit Tränen in den Augen am Mittwoch Roland Garros "Au revoir" gesagt. Der 36 Jahre alte Franzose, der 2005 in Paris beim 6:4, 6:3, 6:7, 3:6, 16:14 gegen seinen Landsmann Arnaud Clement das mit 6:33 Stunden bis heute längste Match der Grand-Slam-Geschichte spielte, schlug 1989 das erste Mal beim Heimturnier auf. Nur 1996 war er nicht dabei.

Die 20. Teilnahme war auch die letzte, Ende des Jahres stellt Santoro die Schläger in die Ecke. Gegen den Belgier Christophe Rochus unterlag er auf dem Court Suzanne Lenglen 3:6, 1:6, 6:3, 4:6. Das Abschiedsmatch hatte bereits am Dienstag begonnen, war dann wegen Dunkelheit aber unterbrochen worden.

"Ich bin sehr glücklich"

Insgesamt hat Santoro seit seinem Debüt bei den French Open 67 Grand Slams gespielt - ein einsamer Rekord im Herrenbereich. "Ich bin sehr glücklich und fühle mich privilegiert. Mit über 30 habe ich die besten Jahre meiner Karriere erlebt und mehr Anerkennung erfahren als je zuvor. Aber dahinter stehen tausende Stunden Arbeit und ein großer Wille", sagte Santoro. Das letzte Jahr Roland Garros, das letzte Jahr auf der Tour, er habe das Gefühl, eine Seite werde umgeschlagen.

Santoro ist einer der meistbestaunten und bewunderten Spieler auf der Tour, sein Spitzname "Magier": Er schlägt Rück- und Vorhand beidseitig und hat ein überragendes Ballgefühl. "Er ist einer der größter Taktiker und so talentiert. Ich habe es immer genossen, ihm zuzusehen", sagt der 13-malige Grand-Slam-Sieger Roger Federer. Rafael Nadal, Nummer eins der Welt und viermaliger Paris-Sieger, bezeichnete Santoro als "Legende auf der Tour".

Nachdem er als 16-Jähriger schon das Junioren-Turnier in Paris gewonnen hatte, siegte Santoro 2005 an der Seite von Daniela Hantuchova im Mixed. Seine größten Erfolge feierte Santoro im Doppel: An der Seite von Michael Llodra gewann er 2003 und 2004 die Australian Open. Dort verbuchte Santoro mit dem Viertelfinaleinzug 2006 auch sein bislang bestes Einzelergebnis bei einem der vier großen Turniere.

© SID

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