Tennis French Open
Gulbis kämpft sich über Llodra ins Viertelfinale

Ernests Gulbis steht im Viertelfinale der French Open. Der Lette setze sich gegen Michael Llodra (Frankreich) mit 6:4, 7:6, 6:3 durch und trifft nun auf den Serben Novak Djokovic.

Der lettische Tennisprofi Ernests Gulbis hat bei den French Open in Paris als erster Spieler das Viertelfinale erreicht. Der 19-Jährige bezwang Michael Llodra aus Frankreich mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:3. Gulbis steht damit als erster Tennisspieler seines Landes in der Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier.

Im Viertelfinale gegen Djokovic

In der Runde der letzten Acht wartet auf Gulbis nun allerdings eine ungleich schwerere Aufgabe. Der 1,91-Meter große Rechtshänder spielt gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic. Der Serbe setzte sich gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu mit 6:4, 6:3, 6:4 durch. Nur gegen Denis Gremelmayr in der ersten Runde musste der Australian-Open-Sieger bislang einen Satzverlust hinnehmen.

Nadal im Spaziergang

Titelverteidiger Rafael Nadal trift im Viertelfinale auf seinen spanischen Landsmann Nicolas Almagro. Der Weltranglisten-Zweite setzte sich mit 6:1, 6:0, 6:2 gegen Fernando Verdasco (Spanien) durch. Der dreimalige Paris-Champion feierte damit bereits seinen 25. Sieg in Roland Garros nacheinander. Almagro bezwang den Franzosen Jeremy Chardy 7:6 (7:0), 7:6 (7:4), 7:5.

Gulbis erstaunt in Paris durch seine Abgeklärtheit und Reife. Den größten Erfolg seiner Karriere nahm er eher gelassen auf, gab aber zu: "Ich bin sehr glücklich, aber ich springe nach dem Match nicht wie verrückt herum." Anfang 2007 stand er noch auf Rang 167 im ATP-Ranking, im vergangenen Jahr spielte er seine erste volle Saison auf der Tour. "Da kannte mich und mein Spiel noch niemand, jetzt ist es härter geworden", räumte er ein, "die anderen Spieler kennen mich und mein Spiel inzwischen."

Gulbis: "Mein Spiel ist klüger geworden"

Wie sein Viertelfinalgegner Djokovic ist auch Gulbis vom ehemaligen deutschen Davis-Cup-Kapitän Niki Pilic in der Akademie bei München geformt worden. Seit seinem zwölften Lebensjahr wurde er von dem Deutsch-Kroaten ausgebildet. Seit Jahresbeginn arbeitet er mit dem Österreicher Karl-Heinz Wetter zusammen. "Ich hätte nicht gedacht, dass Paris der Grand Slam wird, bei dem ich mein bestes Ergebnis erziele", sagte Gulbis, "aber ich habe in den letzten Wochen sehr viel auf Sand trainiert und mein Spiel ist viel klüger geworden."

© SID

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