Tennis French Open
Henin-Hardenne triumphiert in Paris

Bei den French Open in Paris hat sich Justine Henin-Hardenne zum dritten Mal den Sieg gesichert. Beim Grand-Slam-Turnier setzte sich die Belgierin im Finale mit 6:4, 6:4 gegen Swetlana Kusnetzowa aus Russland durch.

Der Sieg bei den French Open geht zum dritten Mal an die Belgierin Justine Henin-Hardenne. Beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt setzte sich die Titelverteidigerin im Endspiel mit 6:4, 6:4 gegen die Russin Swetlana Kusnetzowa durch. Henin-Hardenne gelang damit als erster Spielerin seit Steffi Graf 1996 die erfolgreiche Titelverteidigung. Erstmals hatte sie bei ihrem Lieblingsturnier 2003 triumphiert. Nur vier Spielerinnen haben häufiger in Paris gewonnen.

"Ich war ein bisschen müde heute. Aber dieser Moment ist sehr emotional, und es bedeutet mir sehr viel, jetzt auf einer Stufe mit Spielerinnen wie Arantxa Sanchez-Vicario oder Monica Seles zu stehen", sagte Henin-Hardenne.

Stürmischer Beifall von den Rängen

Nach 1:36 Stunden riss Henin-Hardenne vor 15 000 Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier die Arme in die Höhe und ließ sich für ihren insgesamt fünften Grand-Slam-Titel feiern. Vor allem die wieder mal busseweise über die Grenze gepilgerten Belgier dankten es ihrer "Juju" mit stürmischem Beifall. Als Belohnung nimmt Henin-Hardenne 940 000 Euro mit Hause. Kusnezowa, die nach ihrem US-Open-Sieg 2004 zum zweiten Mal in einem Grand-Slam-Finale stand, darf sich in etwa mit der Hälfte trösten. "Es war ein großes Finale, und es war toll, dabei gewesen zu sein", sagte die 20-Jährige. Ihrem Trainer versprach sie: "Ich werde noch härter arbeiten und noch cleverer spielen."

Zur 60:40-Favoritin hatte die französische Sporttageszeitung L´Equipe Henin-Hardenne vor dem Match ausgerufen. Ein Jahr nach der einstündigen Zweisatzlektion gegen Mary Pierce (Frankreich) wurde Henin-Hardenne der Favoritenrolle gerecht, musste gegen die starke Kusnezowa aber ihr gesamtes Können aufbieten und brillierte immer wieder mit überragender Spielübersicht.

Die Wallonin gab im Turnierverlauf nicht einen Satz ab. Dieses Kunststück hatte die dreimalige Paris-Siegerin Arantxa Sanchez-Viacario (Spanien) 1994 als bislang letzte Spielerin vollbracht. "Paris ist der Ort, an dem ich mein bestes Tennis spielen und gewinnen will. Das wird sich nie ändern", hatte Henin-Hardenne vor dem Finale erklärt.

1992 hatte sie als Zehnjährige live den denkwürdigen Finalsieg von Monica Seles über Steffi Graf gesehen und ihrer inzwischen gestorbenen Mutter verspochen: "Eines Tages werde ich auch da unten spielen."

Während die glückliche Justine Henin-Hardenne erneut den Pokal entgegennahm, dachte Paris schon an das nächste Finale. Am Sonntagnachmittag steht das mit Spannung erwartete Gigantenduell zwischen dem Weltranglistenersten Roger Federer (Schweiz) und Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) auf dem Plan.

© SID

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