Tennis French Open
Henin und Ivanovic stürmen ins Finale

Titelverteidigerin Justine Henin und Ana Ivanovic bestreiten am Samstag das Finale der French Open in Paris. Die Belgierin bezwang Jelena Jankovic in zwei Sätzen und verhinderte damit ein rein serbisches Endspiel.

Es ist angerichtet: Titelverteidigerin Justine Henin und die serbische Überraschung Ana Ivanovic spielen bei den French Open um die Krone der Sandplatzkönigin. Am Halbfinaltag stürmte zunächst Ivanovic mit einem 6:2, 6:1-Erfolg über die Weltranglistenzweite Maria Scharapowa ins Finale, dann setzte sich Henin mit 6:2, 6:2 gegen Jelena Jankovic durch und verhinderte damit das erste serbische Finale der Grand-Slam-Geschichte.

Als erste Spielerin seit der aus Serbien stammenden Monica Seles von 1990 bis 1992 kann Henin als Siegerin der vergangenen beiden Jahre nun den Hattrick in Paris schaffen. Mit dem Triumph von 2003 wäre sie zudem die fünfte Spielerin seit 1925 mit vier oder mehr Titelgewinnen beim bedeutendsten Sandplatzturnier der Welt. Rekordhalterin ist Chris Evert mit sieben Erfolgen vor Steffi Graf (6).

Ivanovic vor ihrem größten Match

Mit Kusshänden für das Publikum feierte Ana Ivanovic den bislang größten Erfolg ihrer Karriere. "Ich hatte ein schwieriges Match erwartet. Aber jetzt habe ich sehr gut gespielt und Maria von Anfang an unter Druck gesetzt. Das war das Ziel, denn ich wusste, dass sie sich nicht so gut bewegt auf Sand", meinte die strahlende Ivanovic. Sie wolle versuchen, nun möglichst nicht daran zu denken, welch großes Finale auf sie wartet.

Inklusive ihrer Erfolge beim Turniersieg zuletzt in Berlin ist die 19-Jährige nun elf Partien hintereinander ungeschlagen. Mit ihrem Finaleinzug hat sie bereits 500 000 Euro Preisgeld sicher. Der Turniersiegerin winkt das Doppelte. Gegeneinander gespielt haben Henin und Ivanovic erst einmal 2005 in Warschau, als die kleine Belgierin in zwei Sätzen ebenfalls auf Sand gewann.

Über die Vorhand zum Sieg

Gegen US-Open-Gewinnerin Scharapowa spielte Ivanovic von Beginn an äußerst selbstbewusst auf und schickte die 20-Jährige vor allem mit der druckvollen Vorhand von einer Ecke in die andere. Die nie ins Spiel findende Scharapowa schenkte ihr im ersten Satz jeweils mit einem Doppelfehler gleich zwei Breaks. "Ana ist mit so viel Selbtvertrauen hergekommen. Sie hat mich von Beginn an unter Druck gesetzt", gestand Scharpowa.

Vom letzten Spiel im ersten Durchgang bis zum 5:0 in Satz zwei verbuchte Ivanovic, die seit kurzem von dem früheren Haas- und Kiefer-Coach Sven Groeneveld betreut wird, gleich sechs Spielgewinne in Folge. Mit einem As beendete sie schließlich nach nur 65 Minuten das erste Halbfinale in Roland Garros 2007.

Jankovic gegen Henin erneut ohne Chance

Die zweite Vorschlussrundenpartie war zwar abwechslungsreicher, so richtig spannend machte es die variablere Henin aber auch nicht. Bereits bei den US Open 2006 hatte sie Jankovic im Halbfinale ausgeschaltet. Alle sechs Partien gegen Jankovic hat die 25-Jährige nun gewonnen, allein in diesem Jahr stehen schon vier Erfolge zu Buche.

Für Serbien hat am Freitag Novak Djokovic im Männer-Halbfinale gegen Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) die Chance auf den nächsten Coup. Den zweiten Finalisten ermitteln dann der Weltranglistenerste Roger Federer (Schweiz) und Nikolaj Dawydenko aus Russland. Die French Open sind der einzige Grand Slam, den Federer noch nie gewonnen hat.

© SID

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