Tennis French Open
Mayer nach Erstrunden-Aus "ausgebrannt"

Das Erstrunden-Aus bei den French Open hat Florian Mayer zugesetzt. "Ich habe meine gute Ausgangsposition nach 2004 leichtfertig verspielt", so der Deutsche, der vor zwei Jahren noch zum besten "Newcomer" gewählt wurde.

Tennis-Profi Florian Mayer war nach dem schwachen Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris ratlos und konnte sein Pech kaum in Worte fassen. "Ich habe meine gute Ausgangsposition nach 2004 leichtfertig verspielt. Ich war danach sehr zufrieden und wollte immer weitermachen", sagte Florian Mayer und benutzte später Worte wie "ausgebrannt" und "abwesend auf dem Platz".

Vor zwei Jahren noch bester "Newcomer"

Vor zwei Jahren hatte ihn die ATP noch als besten "Newcomer" ausgezeichnet, er stand im Viertelfinale von Wimbledon. Doch als die deutsche Mannschaft in der vergangenen Woche beim Arag World Team Cup aufschlug, gehörte er nicht mal mehr dazu. Am Montag scheiterte er dann auch noch zum Auftakt der French Open in fünf bitteren Sätzen an einem Qualifikanten.

"Ich traue mir in den entscheidenden Phasen einfach nichts mehr zu, und dann habe ich viel zu häufig Konzentrationsmängel", erklärte Mayer. Zwei Spiele hat er in diesem Jahr bislang auf Sand gewonnen, bei den Heimturnieren in München und zuletzt in Hamburg war bereits in der ersten Runde Endstation. An der Physis liege es wie manchmal in der Vergangenheit allerdings nicht. Mayer: "Das erste Mal in meiner Karriere bin ich körperlich topfit und muss auch keine Angst vor einem Fünfsatzmatch haben."

Es ist also der Kopf, der ihm einen Strich durch die Rechnung macht, und deshalb habe er nach Hamburg auch von sich aus auf einen Einsatz bei der Mannschafts-WM in Düsseldorf verzichtet. "Das Gerücht, dass Patrik Kühnen mich aus dem Team geschmissen hätte, ist quatsch. Ich glaube einfach, dass andere es derzeit mehr verdient haben, zu spielen", sagt Mayer.

Mayer sieht Fehler in Turnierplanung

Sein Fehler habe in der Turnierplanung gelegen. Zu Beginn des Jahres habe er einfach zu viel gespielt, sich überschätzt und sei zwischen den Kontinenten hin- und hergejettet. Bereits das mit dem Finaleinzug in Sopot halbwegs gerettete 2005 hatte für ihn alles andere als optimal begonnen. Auf dem Flug zu den Australian Open war er krank, spielte dennoch und verlor in Runde eins.

Die Fehler der Vergangenheit nimmt Mayer allein auf seine Kappe und kündigt Änderungen für die nächste Saison an. Die Zusammenarbeit mit seinem neuen Trainer Stefan Eriksson, der Ende letzten Jahres Ulf Fischer ablöste, läuft nach Mayers Angaben sehr gut: "Das ist alles mein eigenes Verschulden. Mit dem Trainer hat das nichts zu tun."

Statt weiterer großer Auftritte in Paris will Mayer jetzt erstmal bei einem Challenger-Turnier in Fürth spielen und danach die Rasensaion angehen. "Vielleicht tut es mir gut, in Fürth ein paar einfachere Matches zu bekommen. Da weiß man, dass die Gegner Respekt vor einem haben. Das gibt Selbstvertrauen", sagt Florian Mayer. Und: "Man darf die Hoffnung nicht aufgeben."

© SID

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