Tennis French Open
Paris hofft auf Traumfinale Nadal gegen Federer

Im vergangenen Jahr standen die sich im Halbfinale gegenüber, diesmal ist das Traumfinale der French Open zum Greifen nah. Wenn Rafael Nadal und Roger Federer ihre Semifinals gewinnen, kommt es zum "Duell der Giganten".

Es ist fast angerichtet in Paris. Bei den French Open läuft in diesem Jahr alles auf ein Traumfinale zwischen Titelverteidiger Rafael Nadal, seines Zeichen Weltranglistenzweiter, und dem derzeit besten Tennisspieler der Welt, Roger Federer, hinaus. Im vergangenen Jahr standen sich beide im Halbfinale gegenüber, diesmal hofft die ganze Tenniswelt auf ein "Duell der Giganten" im Endspiel. Dazu müssen die beiden Topstars ihre Halbfinals gewinnen. "Ich glaube, wir alle würden gern ein Finale Roger Federer gegen Rafael Nadal sehen - mit Ausnahme von zwei anderen Spielern. Die stehen uns noch im Weg", meinte der Federer nach seinem Halbfinaleinzug.

Tatsächlich fehlt den beiden derzeit besten Tennisspielern nur noch jeweils ein Sieg zum Einzug in ihr Traumfinale. Aber in der Vorschlussrunde am Freitag werden nicht nur zwei Statisten Spalier stehen, um Federer und Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien brav das Finalgeleit zu geben.

Alle vier Topgesetzten unter sich

In dem Argentinier David Nalbandian (gegen Federer) und dem Kroaten Ivan Ljubicic (gegen Nadal) zogen die Nummer drei und vier der Setzliste ins Halbfinale ein - und die geben sich äußerst selbstbewusst. Ob denn sein Spiel gegen Federer vergleichbar sei mit einem Fußballmatch Argentinien gegen Brasilien, wurde Nalbandian gefragt. "Nein, weil Federer nicht so stark ist wie Brasiliens Fußballer", antwortete der 24-Jährige.

Nalbandian ist einer der ganz wenigen Spieler mit einer positiven Bilanz gegen Federer (6:5). Beim Masters-Cup in Schanghai hat er den großen Roger in fünf Sätzen niedergerungen, danach gewann Federer allerdings in Rom noch einmal auf Sand. Es ist Federers "schwächster" Belag, wenn man bei einem Spieler wie ihm überhaupt davon reden kann.

Federer will endlich in Paris triumphieren

Paris ist aber nunmal der letzte große Titel, der Federer in seiner Sammlung noch fehlt. Alle anderen Grand Slams hat er mindestens einmal gewonnen und sollte er es diesmal schaffen, dann wäre er erst der sechste Spieler überhaupt, der bei jedem der vier großen Turniere triumphiert hat. Nach den Siegen in Wimbledon und New York 2005 sowie Melbourne 2006 könnte Federer als dritter Spieler der Geschichte sogar viermal in Folge bei einem Grand Slam gewinnen.

Mit Sandplatzkönig Nadal, seit 58 Spielen auf Asche ungeschlagen, hat Federer noch die eine oder andere Rechnung offen. 2005 unterlag er dem Linkshänder von Mallorca im Halbfinale von Paris, insgesamt lautet die Bilanz 5:1 für Nadal. Nach dem Match im vergangenen Jahr gewann der Spanier noch drei weitere Duelle gegen Federer, zwei auf Sand, eines auf Hartplatz.

Am Sonntag könnte es Nadal dem Branchenprimus wieder einmal zeigen. Allerdings fehlt auch dem Spanier natürlich noch ein weiterer Sieg zum ersehnten Showdown. Ivan Ljubicic sagt: "Ich bin ja nicht ohne Grund so weit gekommen. Rafael kann nicht ewig weitergewinnen. Das weiß jeder."

© SID

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