Tennis French Open
Roddick sieht auf Sand rot

Sand und Andy Roddick passen einfach nicht zusammen. In sechs Anläufen ist der Weltranglistenfünfte beim größten Sandplatzturnier in Paris der Welt bislang nicht über die dritte Runde hinausgekommen.

Die Bilanz von Andy Roddick auf Sand steht in den "roten" Zahlen. Auf Asche ist für den laut Rangliste fünftbesten Tennisspieler der Welt scheinbar nichts zu holen. Am Dienstagabend musste der US-Amerikaner sein Erstrundenmatch bei den French Open vorzeitig aufgeben. Eine Knöchelverletzung, die er beim Arag World Team Cup in Düsseldorf in der Vorwoche erlitten hatte, machte sich wieder bemerkbar.

"Der letzte Monat war sehr nervig. Es war einfach frustrierend", sagte Roddick. So verabschiedete er sich mal wieder niedergeschlagen und ohne positive Schlagzeilen aus Paris. In sechs Anläufen ist er beim größten Sandplatzturnier der Welt bislang nicht über die dritte Runde hinausgekommen. "Das ist wie beim Murmeltiertag", meinte der 23-Jährige: "Jedes Jahr dasselbe."

Hapert es an der mangelnden Einstellung ?

Freilich scheint er auch nicht allzu motiviert in die europäische Sandsaison zu starten. In Düsseldorf soll er mehr in Discotheken als auf dem Platz geglänzt haben. Erst pausierte er im ersten Match wegen einer Schulterverletzung, dann knickte er im zweiten Spiel gegen Chile um und konnte fortan nicht mehr spielen. "Dass Roddick nicht spielen konnte, war für mich die größte Enttäuschung der Turnierwoche. Aber gegen sowas ist man nicht gefeit", sagte Düsseldorfs Turnierdirektor Dietloff von Arnim.

Die französische Sporttageszeitung L´Equipe zählte Roddick gemeinsam mit zwei anderen ehemaligen Weltranglistenersten am Dienstag sogar zu den Verlierern überhaupt in der Szene. Unter der Schlagzeile "Wie die Zeit vergeht ..." rechnete das Blatt vor, wie Roddick, der Australier Lleyton Hewitt und der Russe Marat Safin von den einstigen Herausforderern des großen Roger Federer in der letzten Zeit zu Mitläufern wurden.

Den Texaner Roddick, der mit seiner eigenen Stiftung benachteiligten Kindern hilft, ficht das wenig an. Für ihn naht schließlich die grüne Hoffnung, denn auf den Grasplätzen von Queens und natürlich Wimbledon läuft er wieder zu großer Form auf. Roddick ist da jedenfalls sicher. Zweimal in Folge stand er beim berühmtesten Turnier der Welt zuletzt im Finale. "Gras ist nunmal mein Belag. Darauf freue ich mich jedes Jahr. Ich werde hoch motiviert sein", sagt Roddick.

© SID

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