Tennis French Open
Sabine Lisicki muss als letzte Deutsche passen

Sabine Lisicki ist als letzte deutsche Teilnehmerin bei den French Open ausgeschieden. Die Berlinerin unterlag in der zweiten Runde der Ungarin Agnes Szavay 6:7 (3:7), 3:6.

Deutschlands Tennis-Profis haben sich nach der zweiten Runde komplett von den French Open in Paris verabschiedet. Die Berlinerin Sabine Lisicki ist beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres als letzte deutsche Spielerin ausgeschieden. Die 18-Jährige scheiterte an der an Position zwölf gesetzten Ungarin Agnes Szavay mit 6:7 (3:7), 3:6.

Nach der 1:37 Stunden dauernden Partie musste sich das deutsche Nachwuchstalent gefragt haben, wie das überhaupt passieren konnte. Noch fehlende Routine bei den ganz großen Turnieren könnte ein Grund sein, oder eben fehlende Nervenstärke. Unter der hatte sie schon mehrmals zu leiden. Ganz besonders auffällig zuletzt bei ihrem Zweitrunden-Aus bei den Katar German Open in Berlin, als ihr auch eine 5:1-Führung im dritten Satz gegen Sybille Bammer (Österreich) nicht zum Erfolg reichte. Bei den Australian Open reichte ihr in der dritten Runde gegen Caroline Wozniacki (Dänemark) eine 6:4, 4:2-Führung nicht zum Sieg.

Kaum Unterschiede zu erkennen

In Paris waren spielerische Unterschiede in dem vom Regen zunächst aufgehaltenen Spiel gegen die 13. der Weltrangliste nicht zu erkennen. Die 70 Plätze schlechter notierte Belinerin punktete von der Grundlinie, schickte ihre Gegnerin von links nach rechts. Sie machte wesentlich mehr direkte Punkte als ihre 19 Jahre alte Gegnerin - aber auch viel mehr Fehler.

Trainer-Guru Nick Bollettieri war schon unter einen Unterstand geflüchtet, als sich Lisicki und Szavay zu ihrem ersten Spielversuch noch einschlugen. Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner saß dick verpackt mit einer Baseballkappe neben Vater Richard Lisicki auf der Tribüne. Es regnete wieder in Paris, doch der Schiedsrichter schien wild entschlossen, die Zweitrundenpartie der einzigen bei den French Open verbliebenen Deutschen gegen die Ungarin zu beginnen. Gerade als die Berlinerin zum erstenmal aufschlagen wollte aber kam um Punkt 15.16 Uhr die Weisung von oben: Spiel unterbrochen.

Chancen nicht genutzt

Bis 16.37 dauerte es dann bis die Planen wieder abgedeckt wurden, um 16.57 begann die Partie endlich, diesmal konnte Lisicki ihren Aufschlag durchführen. Noch aber war die Berlinerin nicht richtig eingestellt. Zwei Doppelfehler im ersten Spiel brachten gleich das Break für die Ungarin. Die junge Deutsche ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringe, sofort nahm sie ihrerseits ihrer Gegnerin mit einem mutigen Rückhandvolley den Aufschlag ab.

In der Folge war Lisicki die etwas bessere Spielerin. Taktisch klug variierte sie das Tempo streute Stopps ein und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Breakbälle im sechsten und achten Spiel aber ließ sie ungenutzt, vergab die großen Gelegenheiten teilweise mit einfachen Fehlern. Sie kam zwar nach einem Break zum 4:5 mit einem Rebreak zurück, bei einer 6:5-Führung fehlten ihr bei 30:30 und Einstand jeweils nur zwei Punkte zum Satzgewinn, doch den "Sack zuzumachen" gelang ihr nicht. Im Tiebreak klappte dann nicht mehr viel.

Der zweite Durchgang verlief ähnlich wie der erste. Lisicki war bei jedem Aufschlagspiel von Szavay dran, hatte Breakball auf Breakball und konnte dennoch keinen nutzen. Ihr eigener Aufschlagverlust zum 3:5 brachte statt dessen die Vorentscheidung.

© SID

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