Tennis International
Kokain-Affäre um Gasquet wird weiter verhandelt

Der Tennis-Weltverband ITF zieht in der Kokain-Affäre um Richard Gasquet vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Die ITF geht damit gegen eine bereits abgelaufene Sperre vor.

Der Tennis-Weltverband wird in der Kokain-Affäre um den Franzosen Richard Gasquet den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Die ITF geht damit gegen das am 15. Juli von einem unabhängigen, aber nach ITF-Regularien eingesetzten Anti-Doping-Tribunal verhängte Urteil vor, das Gasquet zu einer Sperre von zwei Monaten und 15 Tagen verurteilt hatte. Diese Sperre lief nach Gasquets Suspendierung vom Mai bereits Mitte Juli wieder ab.

Wie die ITF am Freitag bekannt gab, werde sie gegen das Urteil nun gemeinsam mit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada vorgehen. Gasquet, in dessen Urin bei einer Dopingprobe am 28. März Spuren von Kokain gefunden worden waren, hatte stets seine Unschuld beteuert und bei der Staatsanwaltschaft Paris Anzeige gegen Unbekannt wegen "Verabreichung schädlicher Substanzen, welche die Physis und Psyche beeinflussen" erstattet.

Das Tribunal schloss sich seiner Argumentation an und sprach von einer "unabsichtlichen Kontaminaton". Daher sei eine 12-monatige Sperre "unangemessen". Im Mai hatte der Tennis-Weltverband ITF Gasquet vorläufig suspendiert. Höchstes Strafmaß wäre eine Zweijahres-Sperre.

© SID

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