Tennis International
Vorzeitige Premiere für den Tennis-Videobeweis

Der Tennis-Videobeweis wird schon beim am Mittwoch beginnenden ATP- und WTA-Turnier in Miami erstmals eingesetzt. Ursprünglich war die Einführung des neuen Hilfsmittels erst für die US Open im August geplant.

Schon beim am Mittwoch beginnenden ATP- und WTA-Turnier in Miami kommt der Tennis-Videobeweis erstmals zum Einsatz. Die Profis dürfen damit bei umstrittenen Entscheidungen auf dem Platz Einspruch einlegen. Zweimal pro Satz ist der sogenannte Re-Call möglich. Gibt die Auswertung dem Spieler Recht, darf er weitere zwei Situationen per Fernsehbild klären lassen. War jedoch die ursprüngliche Entscheidung richtig, ist nur noch ein Re-Call gestattet.

Der Videobeweis wird auch vom 28. August bis 10. September bei den US Open in New York eingesetzt. Die Computer-Animation wird zeitgleich den Besuchern im Stadion und den Zuschauern am heimischen Bildschirm gezeigt. Bei den US Open wird das System zunächst nur in den beiden großen Arenen, dem Louis-Armstrong- und dem Arthur-Ashe-Stadion, eingesetzt.

Federer und Safin kritisieren Einführung

Die Tennis-Profis stehen der Neuerung sehr skeptisch gegenüber. "Es ist Wahnsinn, was da passiert. Die reinste Geldverschwendung, was für ein unglaublicher Aufwand getrieben wird, um Entscheidungen zu korrigieren, die sich im Laufe eines Matchs, eines Turniers und der ganzen Saison sowieso ausgleichen", sagte der Weltranglistenerste Roger Federer der Tageszeitung "Die Welt".

Der russische Weltklassespieler Marat Safin sieht durch den Videobeweis sogar den "weißen Sport" insgesamt in Gefahr: "Das wird dieses Spiel zerstören, es wird den Spielfluß verlangsamen, den Schwung herausnehmen. Wer war der Genius, der auf diese idiotische Idee gekommen ist?"

© SID

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