Tennis National
DTB erhöht Strafen für Wettbetrug

Der DTB will den Sumpf der Wettmanipulation trocken legen. Zur Abschreckung hat der Verband daher höhere Strafen für Betrüger beschlossen. In Zukunft sollen sogar lebenslange Sperren möglich sein.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat den Wettbetrügern den Kampf angesagt. Der Verband beschloss auf der Mitgliederversammlung in Dresden härtere Strafen für Wettmanipulation.

Demnach wurde die für derartige Manipulationen bislang festgelegte Höchstgeldstrafe von 25 000 auf 100 000 Euro angehoben. Zudem ist eine lebenslange Wettspielsperre möglich. Der DTB reagiert damit auf die aktuellen Vorfälle im internationalen Tennis, wo derzeit die mögliche Verstrickung von Spitzenspielern in Wettskandale untersucht wird.

DTB will Anti-Doping-Code der Wada übernehmen

DTB-Präsident Georg von Waldenfels kündigte auf der Tagung im Dresdner Hilton-Hotel an der Frauenkirche zudem an, dass der gerade in Madrid neu gefasste Code der Welt-Antidopingagentur Wada ab seiner Gültigkeit 2009 im DTB 1:1 übernommen wird". Der Präsident ließ offen, ob er selbst im kommenden Jahr beim Wahlkongress in Hamburg nochmals für das Spitzenamt im Verband kandidiert.

Um dem ungebrochenen Mitgliederschwund zu begegnen, setzt der DTB auch auf die vom Weltverband ITF unter dem Motto "Play + Stay" gestartete Kampagne, deren Ziel es ist, den Tennissport für Einsteiger aller Altersklassen interessanter zu machen. Bälle, Schläger und Spielfeld-Größe werden der jeweiligen Spielstärke angepasst. Der DTB hat seit 1994 mehr als 700 000 Mitglieder verloren. Aktuell zählt der Verband 1,607 Mill. Mitglieder, 51 000 weniger als im Vorjahr.

© SID

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