Tennis National
DTB lehnt Kombi-Turnier für Hamburg ab

Das Traditions-Turnier am Hamburger Rothenbaum ist von den Reformplänen des ATP-Chefs Etienne de Villiers bedroht. Doch der DTB will am Mai-Termin festhalten und lehnt einen Kombi-Event strikt ab.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) will sich den Reformplänen des neuen ATP-Bosses Etienne de Villiers nicht beugen. Auf keinen Fall wolle sich der Verband um die Ausrichtung eines kombinierten Turniers für Frauen und Männer im Vorfeld der French Open in Paris bewerben. Das erklärte Walter Knapper, Turnierdirektor des Masters am Hamburger Rothenbaum, am Montag. Allerdings will der Verband alles daran setzen, um seinen traditionellen Termin Mitte Mai zu behalten.

Die Diskussionen um die Zukunft der Traditionsveranstaltung in der Hansestadt waren aufgekommen, nachdem de Villiers ab 2009 tiefgreifende Reformen des Turnier-Kalenders angekündigt hatte.

Kombi-Events bedrohen Prestige der Traditions-Turniere

Die ATP möchte künftig vor den Grand-Slam-Turnieren kombinierte Events gemeinsam mit der Frauen-Organisation WTA durchführen. Für den Mai-Termin vor den French Open ist dafür Madrid im Gespräch. Die traditionellen Veranstaltungen in Hamburg, Rom und Monte Carlo würden in dem Fall an Prestige verlieren oder der Reform komplett zum Opfer fallen.

"Wir kämpfen gemeinsam dafür, dass der Kalender so erhalten bleibt", erklärte Knapper, der sich mit seinen Kollegen aus Monte Carlo und Rom einig ist: "Inzwischen haben auch die europäischen Spieler begriffen, was diese ATP-Pläne bedeuten würden."

Hamburg plant notfalls Hallenturnier

Sollte Hamburg dennoch den Mai-Termin verlieren, will sich der DTB mit der Colorline-Arena für eine Hallen-Veranstaltung im Herbst bewerben. Eine Verschiebung des Rothenbaum-Turniers in den Sommer kommt für Knapper nicht infrage.

© SID

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