Tennis National
DTB will Mitglieder-Rückgang entgegenwirken

Den seit zwölf Jahren anhaltenden Rückgang der Mitglieder registrierend, will der Deutsche Tennis Bund (DTB) mit Kampagnen wie "Deutschland spielt Tennis" die Begeisterung am Tennis-Sport zurück nach Deutschland bringen.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) will mit aller Macht den seit zwölf Jahren voranschreitenden Rückgang der Mitgliederzahlen stoppen. Kampagnen wie "Deutschland spielt Tennis" sollen die Begeisterung am Tennis wieder erwecken. "Wir fordern die Phantasie in unseren Vereinen ein, damit sie für den Nachwuchs, aber auch für ältere Tennis-Anfänger attraktiver werden. Gut geführte Vereine verzeichnen einen Mitgliederzuwachs, aber davon haben wir zu wenige", sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels auf der 58. Mitgliederversammlung des Verbandes in Wernigerode/Harz. Für den 21. April 2007 kündigte er einen bundesweiten Aktionstag an.

Aktuell 1,658 Mill. DTB-Mitglieder

Aktuell sind 1,658 Mill. Mitglieder im DTB registriert, so wenige wie seit 1984 nicht mehr. Seit dem Spitzenwert im Jahr 1994 (2,299 Millionen) hat der DTB damit in jedem Jahr Mitglieder verloren. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Minus von 3,0 Prozent registriert. Die Anzahl der bestehenden Tennisvereine sank um 79 auf 9 945.

Demgegenüber stieg die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze um 381 auf 49 500 vor allem durch den Neubau von Tennishallen. "Tennis ist noch immer ein Volkssport, den fast fünf Millionen Deutsche regelmäßig betreiben, aber die Mehrheit ist nicht in einem Verein aktiv. Da müssen wir ansetzen", sagte von Waldenfels.

DTB appelliert an Landesverbände

Der DTB-Präsident kritisierte zudem das krasse Süd-Nord-Gefälle im Verband. Die meisten Turniere im internationalen, aber auch im regionalen Rahmen finden im Süden und Südwesten Deutschlands statt. Vor allem im Norden und im Osten gäbe es dagegen erheblichen Nachholbedarf, auch bei Anfänger-Turnieren. Der DTB forderte die entsprechenden Landesverbände auf, mehr Spielmöglichkeiten zu schaffen.

Ausdrücklich machte sich von Waldenfels für eine Rückkehr von Tennis-Spitzensport in die neuen Bundesländer stark. In Dresden sei mit dem Comeback des ATP-Challengers (Vertrag aber nur bis 2007) ein Neuanfang geglückt. Um das einst mit maßgeblicher Hilfe von Steffi Graf installierte Leipziger WTA-Turnier, das zwischen 1990 und 2003 14-mal ausgetragen wurde, wieder aufleben zu lassen, seien vor allem Initiative und Finanzkraft der Region Leipzig vonnöten.

© SID

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