Tennis National
Hordorff kritisiert unzeitgemäßes deutsches Tennis

Der DTB-Präsidentschaftsanwärter Dirk Hordorff kritisierte in einem Interview das deutsche Tennis als nicht zeitgemäß. Laut des Trainers und Managers von Rainer Schüttler sei es Zeit, einen Wechsel einzuleiten.

Dirk Hordorff geht mit dem deutschen Tennis hart ins Gericht. Wie der Trainer und Manager des Daviscupspielers Rainer Schüttler in einem Interview mit dem Magazin Sport Bild erklärte, sei das deutsche Tennis nicht mehr zeitgemäß. Hordorff tritt bei den Präsidiumswahlen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) am 12. November in Bremen gegen den amtierenden Präsidenten Georg von Waldenfels an.

"Markenname DTB heute kein Hilfsmittel, sondern eine Belastung"

"Es fängt doch alleine damit an, dass der Markenname DTB heute kein Hilfsmittel, sondern eine Belastung ist", sagte der 49-Jährige in dem Gespräch mit Sport Bild: "Früher war es positiv, mit Sponsoren zu sprechen und zu sagen, man sei vom DTB. Heute ist es besser, das zu verschweigen." Der DTB müsse wieder mit einem positiven Image belegt werden: "Es ist Zeit, im deutschen Tennis einen Wechsel einzuleiten."

Den seit 1999 amtierenden Georg von Waldenfels will Hordorff keinesfalls allein für die aktuellen Probleme verantwortlich machen: "Ich kann mich allerdings auch an keine Initiative erinnern, die mal von ihm ausging. Natürlich ist der Präsident nicht dafür da, Jugendrunden zu organisieren. Aber er ist dafür da, Themen anzustoßen und Probleme zu erkennen. Und das passiert nicht."

"Der zukünftige Präsident muss einen besseren Job machen als der bisherige."

Den Hinweis darauf, dass von Waldenfels den DTB entschuldet und vor dem Konkurs bewahrt hat, lässt Hordorff nicht gelten: "Unter Sanierung verstehe ich etwas anderes als das, was hier gemacht wird. Erst verkaufen sie ihr Haus, dann ihr Auto und zum Schluss ihr Erbe. Dann können sie aber doch nicht sagen, der Verband wäre saniert. Es geht erstmal darum, wieder Geld in die Kassen zu spülen." Er selbst, so Hordorff, habe "nicht die geringste Hoffnung, dass ich allein das Tennis in Deutschland wiederbeleben kann. Aber der zukünftige Präsident muss auf jeden Fall einen besseren Job machen als der bisherige."

Bei seiner Mission erhält Hordorff unter anderem auch Unterstützung vom deutschen Mannschaftsmeister Grün-Weiß Mannheim. "Ich kenne viele Klubs, in denen man der Meinung ist, dass sich etwas im DTB verändern muss", sagte Teamchef Gerald Marzenell. Einige badische Vereine wollen sich laut Marzenell zusammentun und versuchen, Verbandspräsident Peter Nirmaier und Ehrenpräsident Wolf-Dieter Späth von ihrer Argumentation zu überzeugen.

© SID

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