Tennis National
Nach Comeback in Halle - Kiefer will angreifen

Nach über einjähriger Pause überzeugte Tennisprofi Nicolas Kiefer in Halle bei seinem ersten Spiel. Trotz der 4:6, 6:7 (3:7)-Niederlage gegen Tomas Berdych gibt er sich kämpferisch: "Jetzt will ich wieder angreifen."

Nicolas Kiefer ist wieder da: Mit Tränen in den Augen betrat "Kiwi" den Centre Court, 100 Minuten später winkte er trotz Niederlage ins Publikum und verschwand in die Kabine. "Es ist mein größter Sieg, dass ich diese schwere Zeit überwunden habe. Das war ein sehr hartes Jahr für mich. Jetzt will ich wieder angreifen", sagte der 29-Jährige nach der 4:6, 6:7 (3:7)-Niederlage in der ersten Runde bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle gegen Vorjahresfinalist Tomas Berdych (Tschechien).

Für den Hannoveraner schloss sich beim einzigen deutschen Rasenturnier der Kreis. Seit dem 2. Juni 2006 hatte der Olympiazweite im Doppel kein Match mehr bestritten. Damals stürzte er bei den French Open in der zweiten Runde im Spiel gegen den Franzosen Marc Gicquel auf sein linkes Handgelenk. In Runde drei musste er dann nach einem Satz aufgeben, auch damals hieß der Gegner Berdych. Im Juli und im Oktober wurde "Kiwi" zweimal operiert, Ende April ließ er sich zudem eine Zyste entfernen.

Die Leidenszeit ist vorbei

Doch diese Leidenszeit ist nun vorbei. "Auf diesen Moment habe ich hingearbeitet. Ich bin vollkommen schmerzfrei", meinte Kiefer nach seinem gelungenen Auftritt und blickt optimistisch in die Zukunft: "Ich habe schon im Training gemerkt, dass ich den Ball gut treffe. Die Möglichkeiten waren da, ihn zu schlagen. Daher bin ich schon ein wenig enttäuscht. Jetzt brauche ich nur noch etwas Matchpraxis."

Nach Anlaufschwierigkeiten gegen den 21-jährigen Berdych überzeugte Kiefer die Zuschauer in Halle, wo er 1999 siegreich war. "Mein Ziel war es, aggressiv zu spielen. Nur so kann ich wieder reinfinden. Daran muss ich in den nächsten Tagen und Wochen weiter arbeiten", sagte der ehemalige Weltranglistenvierte (Januar 2000), auf der er nach seiner langen Pause auf Rang 404 abgerutscht ist.

Aufgrund einer Sonderregelung für verletzte Akteure hat der Daviscupspieler aber die Möglichkeit, in den kommenden neun Monaten bei acht Turnieren seiner Wahl zu spielen, ohne dafür in die Qualifikation zu müssen. Ausgenommen sind Veranstaltungen, bei denen Kiefer eine Wildcard, wie in Halle, erhält. "Daher habe ich Wimbledon schon im Hinterkopf", so Kiefer, der dann im Herbst die US Open in New York und die Masters-Turniere in den USA und Kanada spielen will. "Es geht darum, schnell wieder Anschluss zu finden."

© SID

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