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Stich enttäuscht von Hamburger Wirtschaft

Turnierdirektor Michael Stich zeigt sich bei der Sponsorensuche für die German Open (18. bis 26. Juli) in Hamburg enttäuscht. Es sei "noch kein Hamburger Sponsor dabei".

Turnierdirektor Michael Stich hat sich sieben Wochen vor Beginn der German Open in Hamburg (18. bis 26. Juli) enttäuscht von der lokalen Wirtschaft gezeigt. "Es ist schade, dass noch kein Hamburger Sponsor dabei ist", sagte der Wimbledonsieger von 1991, der erstmals die Verantwortung für die Traditionsveranstaltung am Rothenbaum hat: "Ich habe manchmal den Eindruck, es ist nicht klar, dass es sich bei diesem Turnier nicht um eine Provinzveranstaltung handelt, sondern dass es ein international bedeutendes Ereignis ist."

Stich und seine Partner von der Ausrichter-Firma HSE konnten am Freitag zwar bereits einige Partner präsentieren, ein Titelsponsor war allerdings noch nicht dabei. Der Etat von ursprünglich kalkulierten 3,9 Mill. Euro muss wahrscheinlich abgespeckt werden. Die Stadt Hamburg gibt 200 000 Euro dazu. "Es ist in Hamburg noch nicht richtig angekommen, dass die Stadt durch das Turnier einen unglaublichen Benefit in der Außendarstellung hat", sagte Stich und kritisierte auch die Politik.

Nur noch in Kategorie der 500er-Turniere

Das Turnier, das zum 103. Mal durchgeführt wird, geht in diesem Jahr erstmals im Juli über die Bühne und nicht zum traditionellen Termin Mitte Mai. Es hat von der ATP außerdem den Status als 1000er-Turnier aberkannt bekommen und gehört jetzt nur noch der zweiten Kategorie der 500er-Turniere an. Mit einer verstärkten Werbekampagne wollen Stich und seine Partner den Vorverkauf ankurbeln. Bislang sind erst 15 000 Tickets verkauft, 50. 000 Karten sollen abgesetzt werden, damit sich das Turnier trägt.

Große Namen konnte der 40-Jährige allerdings noch nicht präsentieren. Laut ATP-Regularien müssen vier Spieler aus den Top zwölf aufschlagen. Meldeschluss ist erst der Sonntag in einer Woche, Antrittsgelder für Stars können nicht gezahlt werden. Zugesagt haben mit Ausnahme von Nicolas Kiefer und Tommy Haas bereits die deutschen Topspieler wie Philipp Kohlschreiber und Rainer Schüttler.

© SID

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