Tennis Rangliste
Serena Williams thront bis Jahresende ganz oben

Serena Williams aus den USA wird bis Ende des Jahres Weltranglistenerste bleiben. In der Weltrangliste der ATP bleibt der Schweizer Roger Federer das Maß aller Dinge.

Sie bleibt die Beste in Wort und Tat, und deshalb beendet Serena Williams das Tennisjahr 2010 nach ihrem finalen Sieg beim Masters in Doha folgerichtig als Nummer eins der Welt. "Niemand hat mehr Power und mehr Ausstrahlung als Serena", sagte die im Finale von Doha geschlagene "große" Schwester Venus: "Wer ihren Status als Beste der Welt anzweifelt, hat keine Ahnung von unserem Sport."

"Keine Frage, wer die Nummer eins ist"

Das vorzeitige Weihnachtsgeld in Höhe von 1,55 Mill. Dollar (gut eine Million Euro) wird für die Multimillionärin Serena Williams nicht annähernd so wichtig sein wie der sportliche Triumph. Im April hatte sie die Nummer eins an Dinara Safina verloren, fortan schoss sie sich verbal auf die so unprätentiöse Russin ein, die noch nie ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat. "Es ist keine Frage, wer die Nummer eins ist", sagte Williams nach ihrem Wimbledonsieg im Juli und ließ auch in den Wochen danach keine Gelegenheit aus, um wortreich auf ihren Status hinzuweisen.

Dass sich die 28-jährige Amerikanerin beileibe nicht nur für Tennis interessiert, ist allgemein bekannt. Mode, Musik, Literatur Serena Williams ist wie ihre Geschwister gebildet und belesen. Stets unterstützt und gefördert von Vater Richard und Mutter Oracene, die allerdings für das jüngste Projekt ihrer erfolgreichen Tochter keinerlei Verständnis aufbrachten. Im Vorfeld des Masters posierte Serena Williams hüllenlos für das Hochglanzmagazin Espn Body Issue.

"Körperlich und geistig am Ende"

"Mum und Dad waren nicht begeistert, vor allem, weil auch noch auf dem Titel des Magazins ein Nacktfoto von mir war", berichtete Serena. Dabei pflegt sie eigentlich eine sehr enge Beziehung zu ihren getrennt lebenden Eltern, die ihr auch den Rat gaben, auf das Fed-Cup-Finale zwischen den USA und Italien am kommenden Wochenende in Kalabrien zu verzichten. "Es tut mir sehr leid für das Team, aber ich bin körperlich und geistig am Ende", sagte Serena.

Als Nummer eins der Welt wird sie im Januar in die neue Saison starten, um ihre Position bei den Australian Open möglichst mit einer erfolgreichen Titelverteidigung zu untermauern. Erstmals stand Serena Williams im Juli 2002 an der Spitze der Weltrangliste, im Januar wird sie insgesamt 83 Wochen als Nummer eins hinter sich haben. In diesem Jahr gewann sie unter anderem die Australian Open und Wimbledon, 2010 sollen Paris und New York hinzukommen. In einem Jahr zwei Grand-Slam-Turniere und das Masters zu gewinnen, hatte vor Serena Williams nur die Belgierin Justine Henin 2007 geschafft.

In der familieninternen Williams-Bilanz baute sie ihre Führung im Vergleich mit Venus auf 13:10 Siege aus, in Finals sogar auf 8:3. Die 29-jährige Venus, die in Doha Titelverteidigerin war und in diesem Jahr bereits das Wimbledon-Finale gegen ihre ein Jahr jüngere Schwester verloren hatte, durfte sich immerhin mit der Hälfte an Preisgeld trösten. In der Titelbilanz liegt Venus (41 Siege) noch in Führung. Für Serena war es der insgesamt 35. Triumph.

Federer bleibt das Maß aller Dinge

In der Weltrangliste der ATP bleibt Roger Federer das Maß aller Dinge. Hinter dem Schweizer, der in dieser Woche in Basel nach einer fast zweimonatigen Pause auf die Tour zurückkehrt, liegen der Spanier Rafael Nadal und der Schotte Andy Murray auf Position zwei und drei. Tommy Haas (Sarasota/USA) bleibt als 17. bester Deutscher.

© SID

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