Tennis US-Open
Agassi betritt letzte große Bühne der US-Open

Andre Agassi wird bei den heute beginnenden US-Open zum letzten Mal den Tennisschläger aus der Tasche holen. Die zahlreichen Fans wollen den 36-Jährigen in New York zum Turniersieg peitschen.

Es wird das Turnier des Andre Agassi - so oder so. Der sportliche Ausgang ist noch offen, doch die grenzenlose Unterstützung der Fans ist dem US-Amerikaner bereits sicher. Wenn Agassi bei den US Open ab heute zum letzten Mal in seiner einzigartigen Karriere zum Tennisschläger greift, will ganz New York dabei sein, und selbst die Konkurrenten werden zu Fans. "Wir werden das alle verfolgen und wünschen ihm nur das Beste", sagt die deutsche Nummer eins Tommy Haas.

Vor "Andre´s Open", wie die US-Fernsehsender das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres kurzerhand getauft haben, hat der gebürtige Hamburger mehrfach mit seinem Freund und Ratgeber Agassi trainiert: "Der ist heiß und prügelt den Ball rein wie früher. Ich gebe ihm gute Chancen", so Haas.

Haas reist mit Ambitionen nach New York

Dabei steht hinter der körperlichen Fitness des 36 Jahre alten Altmeisters noch immer ein Fragezeichen und auch Haas selbst ist schließlich mit großen Ambitionen angereist. Nur das Wort vom Sieg mag er nach seinem dritten Turniergewinn in diesem Jahr zuletzt in Los Angeles doch noch nicht so recht in den Mund nehmen. "Das ist nach wie vor nur ein Traum. Aber ich habe hart dafür gearbeitet, dass ich nicht schon in den ersten Runden auf die Topfavoriten wie Roger Federer oder Rafael Nadal treffe", erklärt Haas.

Zum Auftakt trifft er in New York diesmal auf Alex Kusnetsov (USA). Der erste richtige Kracher würde in Federer, der seinen dritten Titelgewinn in Folge anpeilt, erst im Halbfinale warten. Doch bis dahin ist nicht nur für Haas, der die insgesamt 14 Deutschen (9 Männer, fünf Frauen) in New York anführt, der Weg weit.

Auch ein erneuter Coup des achtmaligen Grand-Slam-Siegers Andre Agassi scheint wenig realistisch. Nachdem er im vergangenen Jahr mit dem Finaleinzug bei seinen 20. US Open alle überrascht hatte, bestritt er seit seiner Rücktrittsankündigung im Juni in Wimbledon wegen der ständigen Rückenprobleme nur zwei Turniere - in diesem Jahr stehen insgesamt erst acht Siege auf seinem Konto.

Agassi: "Egal wie es ausgeht, es wird großartig"

Am "Kids Day" umjubelten die Fans Agassi beim Showmatch gegen Andy Roddick aber wie einen Champion und der ließ anschließend verlauten: "Es ist ein bisschen unvorhersehbar für mich. Ich habe meine guten und meine schlechten Tage, wie wir alle. Gerade fühle ich mich aber gut." Wahrscheinlich wird er ohnehin genug Probleme damit haben, seine Gefühle zu bändigen, wenn der letzte Vorhang fällt: "Aber egal wie es letztlich ausgeht, es wird großartig." Erster Spielverderber bei der großen Agassi-Show könnte schon sein Auftaktgegner Andrei Pavel aus Rumänien sein.

Hoch hinaus will in jedem Fall wieder Roger Federer. Der Schweizer schaute vor Beginn der 18, 5-Millionen-Dollar-Veranstaltung schon mal bei einem Hubschrauberrundflug auf New York herab und ist trotz seiner Niederlage zuletzt in Cincinnati gegen den Briten Andy Murray wieder der Favorit auf den Titel.

Federer will Hattrick bei den US-Open feiern

Nur John Mcenroe (1979 bis 1981) und Ivan Lendl (1985 bis 1987) haben bislang den Hattrick in New York geholt. Sollte Federer dieses Kunststück gelingen, hätte er auch in diesem Jahr nach Melbourne und Wimbledon drei Grand-Slam-Siege auf dem Konto. Auch die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo (Frankreich) hat 2006 bereits die Australian Open und Wimbledon gewonnen.

Nach der Absage von Titelverteidigerin Kim Clijsters (Belgien) werden Mauresmo sowie French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne (Belgien) und Maria Scharapowa (Russland) die besten Chancen auf den Damen-Titel eingeräumt. Die deutsche Nummer eins Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) spielte dagegen seit ihrem Viertelfinal-Einzug von Paris recht unbeständig. Sie trifft zum Auftakt auf die Französin Aravane Rezai.

© SID

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