Tennis US-Open
Aus für Barrois und Lisicki

Kristina Barrois ist trotz guter Leistung in der zweiten Runde der US Open an der Weltranglistenersten Dinara Safina gescheitert. Sabine Lisicki verlor gegen Anastasia Rodionowa.

Mit Kristina Barrois und Sabine Lisicki sind auch die beiden letzten deutschen Starterinnen bei den US Open in New York ausgeschieden. Deutschlands beste Tennisspielerin Lisicki verpasste überraschend den Sprung in die dritte Runde der US Open in New York. Die 19-Jährige aus Berlin verlor gegen die Weltranglisten-139. Anastasia Rodionowa aus Australien mit 3:6, 6:3, 5:7, knickte zu allem Überfluss im letzten Ballwechsel um und sank vor Schmerzen schreiend zu Boden. Beim Stand von 5:3 im letzten Durchgang hatte sie zwei Matchbälle vergeben.

Wenig später gab es allerdings Entwarnung: "Die Röntgenaufnahmen haben nichts Ernstes gezeigt, der Knöchel ist nur verstaucht. Um sicher zu gehen, werden wir aber noch eine Kernspintomographie machen lassen. Danach werde ich mit meinem Team beraten, wie es weitergeht", sagte Lisicki am Donnerstagabend nach einer Untersuchung im Krankenhaus.

Im Rollstuhl ins Krankenhaus

Die Wimbledon-Viertelfinalistin war nach ihrem Fehltritt auf Court elf zu Boden gesunken und musste 20 Minuten lang behandelt werden. In einem Rollstuhl sitzend wurde sie dann vom Platz gebracht und sofort in ein Hospital gebracht.

Die erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzte Wimbledon-Viertelfinalistin Lisicki (Nummer 23) leistete sich viele ungezwungene Fehler und hatte erneut Probleme mit ihrem Aufschlag. Wegen einer Schulterverletzung hatte die Wahl-Amerikanerin ihr Service umstellen müssen. Vor dem Start bei den US Open hatte sie wegen der Beschwerden eine zweiwöchige Pause eingelegt.

Eine "große Chance" vertan

Kristina Barrois verlor trotz harter Gegenwehr mit 7:6 (7:5), 2:6, 3:6 gegen die Weltranglistenerste Dinara Safina aus Russland. Damit muss die 27-Jährige aus Stuttgart weiter auf ihren ersten Drittrunden-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Erst nach 2:13 Stunden war das Spiel entschieden. "Das war eine große Chance, ich war so nah dran. Das ist sehr ärgerlich und frustrierend", erklärte die deutsche Fedcup-Spielerin, die im dritten Satz bereits mit 2:0 geführt hatte.

Barrois haderte nach der verpassten Chance mit einer Roger-Federer-Fankappe auf dem Kopf. "Klar denkt man während des Spiels, dass man sie packen kann. Aber am Ende hat Safina gezeigt, dass sie zu Recht die Nummer eins ist", sagte Barrois über die Russin, der 15 Doppelfehler unterliefen. Safina muss sich seit Monaten sagen lassen, sie sei nicht die wahre Nummer eins, weil sie noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen habe.

Die Vorentscheidung fiel, als Barrois im dritten Satz ein Break zum 3:4 hinnehmen musste. Erst einmal in der Geschichte der US Open hat die topgesetzte Spielerin nicht die dritte Runde erreicht. Im vergangenen Jahr war die damalige Weltranglistenerste Ana Ivanovic (Serbien) vorzeitig gescheitert.

Nach dem Ausscheiden von Barrois und Lisicki ist bei den US Open keine deutsche Starterin mehr vertreten.

© SID

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