Tennis US-Open
Becker gescheitert - Haas nach Krimi weiter

Nach seinem Überraschungserfolg gegen Andre Agassi ist Qualifikant Benjamin Becker bei den US Open im Achtelfinale an Andy Roddick gescheitert. Tommy Haas setzte sich dagegen in fünf Sätzen gegen Robby Ginepri durch.

Während für Benjamin Becker das Abenteuer US Open durch eine Niederlage im Viertelfinale beendet ist, hat sich Geheimtipp Tommy Haas mit einem Tennis-Krimi im Rennen um den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres durchsetzen können. Haas rettete sich in der dritten Runde gegen US-Boy Robby Ginepri nach dreieinhalb Stunden zu einem 7:6 (7:1), 6:4, 3:6, 3:6, 7:6 (7:1)-Erfolg und nahm damit erfolgreich Revanche für die bittere Pleite gegen den 23-Jährigen vor einem Jahr in New York ebenfalls in Runde drei.

Einen Tag nachdem er mit einem überraschenden Viersatzsieg die einmalige Karriere von Andre Agassi beendet hatte, zog Becker gegen Ex-Champion Andy Roddick mit 3:6, 4:6, 3:6 den Kürzeren. "Vor allem mental ist das alles sehr erschöpfend für mich", hatte Becker nach seinem großen Auftritt gegen Agassi erklärt. Gegen Roddick hielt er vor allem dank seines gewaltigen Aufschlages gut mit, hatte aber letztlich nichts mehr zuzusetzen.

Ganze sechs Matches hatte der College-Student vor den US Open überhaupt erst bei ATP-Turnieren bestritten. Aus New York verabschiedete er sich nun als ein Stück Tennisgeschichte und jener Spieler, der die Karriere des großen Andre Agassi beendet hatte.

Haas zum fünften Mal im Achtelfinale der US Open

Haas steht dagegen zum fünften Mal im "Big Apple" unter den besten 16. Dort muss der gebürtige Hamburger nach den Regenverzögerungen der letzten Tage bereits am Dienstag gegen Ex-Champion Marat Safin aus Russland antreten, der den Belgier Olivier Rochus 6:3, 6:2, 6:3 besiegte.

Nach seinen Siegen über Alex Kusnetsow (Russland) und Raemon Sluiter (Niederlande) auf den Nebenplätzen von Flushing Meadows durfte Haas am Montag endlich auf einen der großen Showcourts. Im Louis-Armstrong-Stadium wirkte der 28-Jährige von Beginn an konzentriert und hatte nach 1:20 Stunden die ersten beiden Sätze eingefahren. Doch dann riss der Faden, Ginepri kämpfte sich wieder ins Spiel und Haas produzierte Fehler über Fehler. Erst im Entscheidungssatz hatte sich der Wahl-Amerikaner dann wieder gefangen und als er beim Stand von 3:4 gleich drei Breakbälle abwehrte war Haas wieder im Spiel.

Eine Schrecksekunde hatten Trainer Thomas Hogstedt und Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen auf der Tribüne zu überstehen, als Haas beim Stand von 5:6 im fünften Satz sogar noch den Arzt kommen lassen musste. Er ließ sich wegen muskulärer Probleme am Bauch behandeln und klagte über Atembeschwerden, schaffte anschließend aber mit einem ganz starken Tiebreak den Sieg. "Ich fühle mich wieder gut und freue mich auf das Match morgen", meinte Haas.

Seit den US Open 2002 war Haas bei einem Grand Slam nicht mehr so hoch gesetzt wie diesmal als Nummer 14. Drei Titel hat er in diesem Jahr schon gewonnen, allesamt auf Hartplätzen, wie sie auch in New York gespielt werden. 32:8 Siege hat er nun 2006 auf dem Belag, nur der Weltranglistenerste Roger Federer (Schweiz/38:2) hat eine bessere Bilanz.

© SID

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