Tennis US-Open
Federer auf dem Weg zum fünften US-Open-Titel

Der Ex-Weltranglistenerste Roger Federer ist der erste Finalist bei den 128. US Open. Der Schweizer bezwang den an Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic 6:3, 5:7, 7:5, 6:2.

Unbeirrt vom Tropensturm "Hanna" hat Titelverteidiger Roger Federer bei den 128. US Open das Finale erreicht und greift am Sonntag nach seinem fünften Titel in Flushing Meadows. In einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels bezwang der Schweizer den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic (Serbien) nach einer Gala mit 6:3, 5:7, 7:5, 6:2.

Damit wahrte Federer in New York die Chance auf seinen ersten Grand-Slam-Sieg in diesem Jahr und die Siegprämie von 1,5 Mill. Dollar. Im Endspiel trifft der 27-Jährige auf den an Nummer eins gesetzten Rafael Nadal (Spanien) oder den Briten Andy Murray.

Bei seinem insgesamt 33. Sieg in Folge in Flushing Meadows zeigte Federer im Arthur-Ashe-Stadium über weite Strecken eine beeindruckende Leistung. Auch von Sturmböen ließ sich der Doppel-Olympiasieger, der vor dem Turnier nach 237 Wochen die Weltranglisten-Führung an Nadal verloren hatte, nicht beirren. In Windeseile gewann Federer den ersten Satz in nur 24 Minuten.

Vorschlussrunden im Zeichen von "Hanna"

Das Halbfinale war wegen der drohenden Ausläufer von "Hanna" um eine Stunde vorverlegt worden, weil der Wetterdienst für den Nachmittag heftige Regenfälle und starke Windböen vorhergesagt hatte. Australian-Open-Sieger Djokovic wirkte nach den kräftezehrenden Runden zuvor zwar physisch angeschlagen, zeigte aber erneut sein großes Kämpferherz.

Federer allerdings war in den entscheidenden Momenten hellwach. Wie beispielsweise bei eigener 6:5-Führung im dritten Durchgang, als er einen Schmetterball Djokovics mit einem unglaublichen Überkopfball im Feld platzierte und so den Weg zum entscheidenden Break ebnete. Nach einer Demonstration seiner Stärke verwandelte die frühere Nummer eins nach 2:45 Stunden den ersten Matchball.

Djokovic verpasst Sprung auf Platz zwei

Die meisten der rund 20 000 Zuschauer hatte Federer ohnehin auf seiner Seite, nachdem der Serbe das Publikum nach seinem Viertelfinal-Erfolg gegen Andy Roddick (USA) provoziert hatte. Djokovic verpasste durch die Niederlage zudem die Chance, den Titelverteidiger vom zweiten Platz der Weltrangliste zu verdrängen.

Federer erreichte das insgesamt 17. Grand-Slam-Finale seiner Karriere und schloss damit zur Tennis-Ikone Rod Laver (Australien) auf. Nur der gebürtige Tscheche Ivan Lendl (19) und der US-Amerikaner Pete Sampras (18) stehen in dieser Statistik noch vor Federer. Durch den Sprung in die Vorschlussrunde hatte Federer zudem seinen Rekord auf nunmehr 18 Halbfinal-Teilnahmen in Folge ausgebaut.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%