Tennis US-Open
Haas klopft mit neuem Coach an die Tür zur Spitze

Nach dem Viertelfinal-Einzug bei den US Open steht Tommy Haas wieder auf dem Sprung in die absolute Weltspitze. Besonderen Anteil daran hat Coach Thomas Hogstedt: "Die Ergebnisse sprechen für sich", sagt Haas.

Ein Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier mit deutscher Beteiligung war zuletzt eher die Ausnahme. Doch mit der Runde der letzten Acht soll der Siegeszug von Tommy Haas bei den US Open nicht beendet sein: Deutschlands bester Tennisspieler frönt seinem großen Traum vom Grand-Slam-Titel. Und auch der Masters-Cup zum Saisonende in Schanghai ist plötzlich wieder in Reichweite.

Von Euphorie wollte Haas nach seinem Viertelfinaleinzug aber noch nichts wissen. "Das ist hier mein bestes Ergebnis in diesem Jahr. Aber man muss realistisch bleiben", meinte der 28-Jährige. Dennoch ist er so nah dran an den Topspielern wie lange nicht, und das dankte er auch seinem Trainer Thomas Hogstedt, den er von Nicolas Kiefer quasi übernommen hatte.

Haas auf dem Platz ruhiger

"Die Ergebnisse sprechen für sich. Und er beruhigt mich auf dem Platz", meinte Haas. Er konnte freilich bei seinen Fünfsatz-Krimis gegen Robby Ginepri (USA) und Kumpel Marat Safin (Russland) nicht immer cool bleiben, und so meckerte er in typischer Manier und führte Selbstgespräche. "Ich bin kein geduldiger Mensch, schon gar nicht auf dem Tennisplatz", sagte Haas.

Dort beobachtete ihn in New York auch immer wieder Nick Bollettieri, in dessen Akademie in Florida Haas als Kind das Tennisspielen gelernt hatte. "Er ist ein Teil meines Lebens und hatte eine Vaterrolle, als ich mit 13 zu ihm kam", erklärte Haas. Und noch immer sei die Beziehung sehr eng: "Ich kann ihn immer anrufen. Er ist immer für mich da."

Vielleicht begleitet Bollettieri seinen inzwischen erwachsenen Schützling in diesem Jahr noch nach China. Vor den US Open lag Haas im so genannten Champions Race um die acht begehrten Plätze für das Saisonfinale auf Platz zwölf. "Ich weiß natürlich, dass ich auch nach diesem Turnier noch gute Ergebnisse brauche. Das wird nicht leicht", sagte Haas.

Duell mit der russischen Maschine

Doch erstmal musste er am Donnerstag wegen der Regenverschiebungen gleich zum dritten Match in drei Tagen und zu seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale seit 2004 ebenfalls in New York wieder auf den Platz. "Wenn ich es hier ins Finale schaffe, ist mir das auch egal", meinte Haas. Davor wartete aber erstmal der unscheinbare Nikolai Dawidenko. Für Tommy Haas eine "russische Maschine. Der spielt die meisten Turniere von allen und kennt nichts anderes im Leben als Tennis."

© SID

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