Tennis US-Open
"Hanna" wirbelt US-Open-Terminplan durcheinander

Die Ausläufer des Tropensturms "Hanna" haben New York erreicht: Sowohl die Fortsetzung des Duells Nadal gegen Murray als auch das Damen-Endspiel musste am Samstag abgesagt werden.

Erstmals seit 1987 werden die US Open in New York um einen Tag verlängert und gehen erst am Montag zu Ende. Grund dafür war das Wetterchaos am Samstag mit starken Regenfällen und Sturmböen, das zum Abbruch des zweiten Männer-Halbfinals und zur Verschiebung des Frauen-Endspiels führte. Für die kommenden Tage sind allerdings gute Bedingungen vorhergesagt.

Das Semifinale zwischen dem Briten Andy Murray und dem topgesetzten Rafael Nadal (Spanien) war beim Stand von 6:2, 7:6 (7:5), 2:3 abgebrochen und auf Sonntag (16.00 Uhr Ortzeit/22.00 Mesz) verschoben worden. Titelverteidiger Roger Federer (Schweiz) hatte sich noch vor dem großen Regen durch ein 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 gegen Novak Djokovic (Serbien) als Erster für das Finale qualifiziert.

Damen-Finale um 21.00 Uhr Ortszeit

Wegen der Ausläufer des Tropensturms "Hanna" und der damit verbundenen geringen Aussicht auf Besserung wurde wenig später auch das ursprünglich für Samstagabend angesetzte Finale zwischen Jelena Jankovic (Serbien) und Serena Williams (USA) auf Sonntag (21.00 Ortszeit/Montag 03.00 Mesz) verlegt.

Am Montag (17.00/23.00 Mesz) wird dann das Männer-Endspiel die mit 20,6 Mill. Dollar dotierte Veranstaltung in Flushing Meadows beschließen. Bei einem Grand-Slam-Turnier hatte es zuletzt 2001 in Wimbledon eine Verlängerung um einen Tag gegeben. Damals hatte Goran Ivanisevic (Kroatien) am Montag den Australier Patrick Rafter 6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 9:7 besiegt.

Bei den US Open war vor 21 Jahren Ivan Lendl der Nutznießer des "Super Mondays" gewesen. Der gebürtige Tscheche behielt damals 6:7, 6:0, 7:6, 6:4 gegen Mats Wilander (Schweden) die Oberhand. Bei dem Turnier in Flushing Meadows hatte es zuvor bereits elfmal eine zusätzliche Montagsschicht gegeben.

Arthur Ashe soll unters Dach

Nach dem Wetterchaos wollen die Organisatoren der US Open den Launen der Natur schon bald mit Millionen-Investitionen trotzen. Für 100 Mill. Dollar soll der Centre Court in den nächsten Jahren ein Dach erhalten.

"Momentan ist es keine Frage mehr ob, sondern wann. Wir glauben, dass dieses Turnier an einem Punkt angekommen ist, an dem wir ein Dach für das Arthur-Ashe-Stadium ernsthaft in Betracht ziehen müssen", sagte Arlen Kantarian, Chef des US-Tennisverbandes (Usta). Angesichts der Größe des Turniers müsse man sich vor solchen Verschiebungen schützen.

Laut Kantarian habe der Usta-Vorstand zugestimmt, die Planungen für das Dach in Auftrag zu geben. Von den vier Grand-Slam-Turnieren sind bisher nur bei den Australian Open zwei Plätze überdacht. Im kommenden Jahr wird zudem der umgebaute Centre Court in Wimbledon ein transparentes ausfahrbares Dach haben.

© SID

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