Tennis US-Open
"Jimbo" feiert Rückkehr in Flushing Meadows

Den Tennisschläger hat er schon lange zur Seite gelegt. Dennoch feiert Jimmy Connors in diesem Jahr seine Rückkehr bei den US Open. Als Coach treibt er nun seinen Schützling Andy Roddick zu Höchstleistungen.

Eigentlich wollte er nur noch dem Umgang mit dem Golfball frönen, doch jetzt ist "Jimbo" wieder nach Flushing Meadows zurückgekehrt. Als das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York startete, saß Jimmy Connors im grünen Pollunder als Trainer in der Spielerbox und trieb seinen neuen Schützling Andy Roddick zu einem lockeren Erstrundensieg.

Vier Bodyguards schützen "Jimbo"

"Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen Spieler betreue", erklärt der fünfmalige US-Open-Champion. Bei seinem ersten Besuch auf der riesigen Tennisanlage in Queens, die er seit seinem Rücktritt 1992 nur einmal betreten hatte, mussten ihn gleich vier Bodyguards vor den euphorischen Fans abschirmen. Connors schrieb gut gelaunt Autogramme für zahllose Fans und beantwortete ganz nebenbei die Fragen der Journalisten.

Beim "Familientreffen" der früheren großen US-Stars war er ohnehin nur ein weiterer Gast. Auf dem Platz stand schon sein alter Intimfeind John Mcenroe und nahm als rasender Reporter Andre Agassi in die Mangel, Jim Courier und Chris Evert analysieren die Matches im Fernsehstudio und die zweimalige US-Open-Siegerin Tracy Austin kommentierte.

Roddick soll wieder zum Siegertypen werden

Doch der einstige Tennisrüpel und Einzelgänger Connors, der am 2. September seinen 54. Geburtstag feiert, soll nicht nur bewerten und über die heutige Generation junger Tennisspieler reden - wie einst als BBC-Kommentator -, er soll aus dem gestrauchelten Roddick endlich wieder einen Siegertypen machen. Connors: "Eines muss ich gleich klarstellen: Andy Roddick weiß doch, wie man Tennis spielt. Es ist keine Weltraumwissenschaft."

Und so musste er Roddick vor allem eines vermitteln - neues Selbstvertrauen. "Andy hat die Leidenschaft. Ich muss sie ihm nicht erst geben. Mein Job ist es nur, das Beste aus ihm herauszuholen", sagt Connors. Sein Schützling sei ein harter Arbeiter und so stellten sich schnell die ersten Erfolge ein. Acht Tage hatten die beiden in Roddicks Heimat Austin zusammengearbeitet, dann fuhr er ohne Connors nach Cincinnati und gewann dort seinen ersten Titel 2006.

"Jimmy hat jedes meiner Spiele im Fernsehen gesehen. Und hinterher haben wir immer eine gute halbe Stunde telefoniert", erzählt Roddick von seinem Fernseh-Coach. Per Telefon war die Rückkehr von Jimmy Connors auf den Tennisplatz überhaupt erst zu Stande gekommen. Nach seinem verletzungsbedingten Erstrundenaus bei den French Open rief Roddick Connors erstmals an, nach weiteren Gesprächen in Wimbledon beschlossen sie dann, sich zusammenzutun. "Ich genieße einfach Jimmys Gegenwart. Jeden morgen, wenn ich aufwache, bin ich aufgeregt, weil ich etwas neues von ihm lerne", schwärmt Roddick.

© SID

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