Tennis US-Open
Petkovic erreicht kampflos das Achtelfinale

Andrea Petkovic steht bei den US Open nach der verletzungsbedingten Absage ihrer Drittrunden-Ggenerin Peng Shuai erstmals im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Andrea Petkovic hat kampflos das Achtelfinale der US Open in New York erreicht und darf schon jetzt den größten Erfolg ihrer Karriere feiern. Die 22-jährige Darmstädterin profitierte von der verletzungsbedingten Absage ihrer Gegnerin Peng Shuai. Die Chinesin musste das für Samstag angesetzte Drittrundenspiel kurzfristig wegen einer Verletzung am rechten Ellbogen absagen.

"Ich habe gemischte Gefühle. Ich hätte lieber gespielt und wäre dann stolz auf meine Leistung gewesen. Jetzt stellt sich nicht so die Euphorie ein", sagte Petkovic, die im Umkleideraum vom Verzicht Shuais erfuhr: "Ich bin dann zu ihr hin und habe gesagt, dass es mir leid tut."

Nächste Gegnerin von Petkovic ist am Montag die Siegerin des Matches zwischen Wimbledon-Finalistin Wera Swonarewa (Russland/Nr. 7) und Alexandra Dulgheru aus Rumänien. Damit ist die Weltranglisten-38. die erste Deutsche seit Sabine Lisicki im Jahr 2009, die wieder im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers steht. Die Berlinerin war vor gut einem Jahr an der Church Road im Viertelfinale in drei Sätzen an Dinara Safina (Russland) gescheitert. Petkovic hatte als einzige der 16 gestarteten DTB-Profis die dritte Runde der US Open erreicht.

Petkovic gibt Kritikern die richtige Antwort

Nach einer schwierigen Phase kommt der Erfolg von New York Petkovic, die bereits eine Siegprämie von 100 000 Dollar sicher hat, gerade recht. Bei den French Open im Mai hatte die Politik-Studentin in der Zweitrunden-Partie gegen Titelverteidigerin Swetlana Kusnezowa vier Matchbälle vergeben. Was folgte, waren heftige Selbstzweifel. "Ich musste mir danach viel anhören von den vermeintlichen Tennisexperten. Dass ich mental zu schwach bin zum Beispiel", berichtete Petkovic, die zuletzt einige bittere Niederlagen kassiert hatte.

Doch im Big Apple löste sich die Blockade: Zunächst besiegte sie in der ersten Runde die French-Open-Viertelfinalistin Nadja Petrowa (Russland/Nr. 17) in drei Sätzen, dann legte sie gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands ihre Reifeprüfung ab. Beim Stand von 4:5 im entscheidenden dritten Satz wehrte Petkovic gleich drei Matchbälle ab - und feierte den Sieg mit einem Post-Punk-Tanz auf dem Court.

Die Hessin hatte in ihre Laufbahn bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Wegen eines bei den Australian Open 2008 erlittenen Kreuzbandrisses hatte sie knapp ein Jahr pausieren müssen, was den Absturz auf Platz 380 im Ranking zur Folge hatte. Ein Meilenstein auf dem Weg nach oben war der erste Turniersieg 2009 in Bad Gastein - und ihre zwei Einzelsiege im April im Fed Cup gegen Frankreich (2:3). Petkovic: "Ich bin eine absolute Teamspielerin und sehr emotional. Deshalb ist der Fed Cup für mich das Größte."

© SID

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