Tennis US-Open
Starker Auftritt von Dawydenko und Roddick

Nur zwei Stunden hat Nikolai Dawydenko für den Auftaktsieg bei den US Open gebraucht. Der Russe schlug Dudi Sela 6:3, 6:3, 6:3. Andy Roddick bezwang Fabrice Santoro 6:2, 6:2, 6:2.

Schon drei Tage vor seinem 26. Geburtstag hat Andy Roddick sich und seine Landsleute in Partystimmung versetzt. Der Lokalmatador zog im Schnelldurchgang in die zweite Runde der US Open ein und nährte die Hoffnungen auf den ersten amerikanischen Turniersieger in New York seit fünf Jahren. "Ich fühle mich gut und bin bereit. Dieses Turnier setzt immer besondere Kräfte bei mir frei", erklärte der Weltranglisten-Achte nach seinem 6:2, 6:2, 6:2 gegen Fabrice Santoro (Frankreich). "

Roddick, der zugunsten des letzten Grand Slams des Jahres sogar auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet hatte, begeisterte die Fans im 23 700 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium mit konsequentem Angriffsspiel und seinem Kanonenaufschlag. Beim ersten Service gab er während des ganzen Matches nur vier Punkte ab. `Andy hat das Zeug, hier weit zu kommen', lobte Altmeister John Mcenroe nach der souveränen Vorstellung des derzeit besten amerikanischen Tennisprofis, die auch Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps als Edelfan verfolgte. "

Vor Roddick war bereits der Weltranglisten-Dritte Novak Djokovic (Serbien) seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Im ersten Spiel nach dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille in Peking besiegte der Australian-Open-Sieger den Franzosen Arnaud Clement in 1:59 Stunden mit 6:3, 6:3, 6:4. Der 21-jährige Djokovic, der im vergangenen Jahr das Finale gegen Roger Federer (Schweiz) verloren hatte, servierte in seinem Erstrundenmatch 14 Asse. Auch von einer Sprunggelenkverletzung ließ sich der Serbe nicht aus dem Konzept bringen. "Ich habe den Knöchel sicherheitshalber tapen lassen, aber es ist nichts Schlimmes", gab Djokovic Entwarnung.

Privat alles im Lot

Roddick indes genoss von Anfang an seinen Auftritt in der Night Session. "Das ist etwas besonderes. Dieser Veranstaltung fiebere ich immer schon das ganze Jahr entgegen", sagte der frühere Weltranglistenerste über sein "Heimspiel", das diesmal einen speziellen Charakter hat. Seit kurzem wohnt "A-Rod" zusammen mit dem Model Brooklyn Decker im "Big Apple" und hat sich bestens eingelebt. Roddick: "Wir haben hier ein kleines Appartement, es ist sehr gemütlich." Für nächstes Jahr ist die Hochzeit geplant.

Auch auf dem Court will der Daviscup-Gewinner von 2007 nach gesundheitlichen und sportlichen Rückschlägen wie dem Zweitrunden-K.o. in Wimbledon in diesem Jahr wieder durchstarten. Jüngst gab Roddick zu, wie sehr er sich nach seinem zweiten Grand-Slam-Sieg sehne. Vor fünf Jahren hatte er die US Open gewonnen. Momentan strotzt Roddick, der in Flushing Meadows von Daviscup-Kapitän Patrick Mcenroe betreut wird, nur so vor Selbstvertrauen. "Ich bin der einzige Spieler aus den Top Ten, der einen starken Aufschlag hat", nannte der zweimalige Wimbledon-Finalist einen Grund, warum er an guten Tagen keine Konkurrenz zu scheuen braucht.

Der Weltranglisten-Fünfte Nikolai Dawydenko hat ebenfalls im Schnelldurchgang die zweite Runde in New York erreicht. Der 27-jährige Russe besiegte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in seinem Auftaktmach Dudi Sela (Israel) in 2:03 Stunden mit 6:3, 6:3, 6:3. Dawydenko, der bei den Olympischen Spielen in Peking bereits in der zweiten Runde gescheitert war, hatte in den vergangenen beiden Jahren in Flushing Meadows jeweils den Sprung ins Halbfinale geschafft. Eine Schrecksekunde musste Novak Djokovic überstehen. Bei seinem 6:3, 6:3, 6:4 gegen Arnaud Clement knickte der serbische Australian-Open-Sieger um, konnte aber mit bandagiertem Knöchel weiterspielen. "Es hat nicht großartig geschmerzt. Ich hoffe, dass sich mein Fuß schnell erholt", sagte Djokovic.

© SID

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