Tennis Wimbledon
Federer feiert Einzug ins Wimbledon-Halbfinale

Roger Federer hat den Einzug ins Wimbledon-Halbfinale geschafft. Im Viertelfinale gegen Mario Ancic blieb der Schweizer erneut ohne Satzverlust, siegte mit 6:4, 6:4, 6:4 und trifft nun auf Jonas Björkman.

Als erster Spieler ist Titelverteidiger Roger Federer in das Halbfinale bei den 120. All England Championships in Wimbledon eingezogen. Der Schweizer setzte sich in einem von zwei Regenpausen unterbrochenen Match mit 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Kroaten Mario Ancic durch und blieb damit auch in seinem fünften Spiel ohne Satzverlust.

Federer überrascht, aber glücklich

"Ich bin sehr glücklich, dass ich so gut gespielt habe. Ich wusste, wie gefährlich er sein kann. Umso überraschter bin ich, dass ich so klar gewonnen habe. Eigentlich bringen einen Regenpausen aus dem Rhythmus, aber mich haben sie heute scheinbar angefeuert", sagte Federer nach dem Spiel. Federer zog mit seinem Erfolg zum neunten Mal hintereinander in die Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers ein und trifft dort auf Jonas Björkman.

Der Schwede erreichte zum zweiten Mal in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Der 34-Jährige bezwang den Tschechen Radek Stepanek nach Abwehr eines Matchballes im vierten Satz 7:6 (7:3), 4:6, 6:7 (5:7), 7:6 (9:7), 6:4 und blieb damit auch in der vierten Begegnung gegen den Freund von Martina Hingis erfolgreich.

Der schwedische Doppelspezialist stand in seiner Karriere zuvor im Einzel lediglich 1997 bei den US Open im Halbfinale eines der vier Major-Turniere. Im Doppel hat er bereits 47 Titel errungen, davon drei an der Church Road. Der Weltranglistenerste Federer führt im direkten Vergleich mit 3:0 Siegen.

Baghdatis schaltet Hewitt aus

Unterdessen hat Marcos Baghdatis auch in Wimbledon für Aufsehen gesorgt. Der 21-Jährige aus Zypern schaltete im Viertelfinale den Australier Lleyton Hewitt 6:1, 5:7, 7:6 (7:5), 6:2 aus und steht damit zum zweiten Mal nach seiner überraschenden Finalteilnahme bei den Australian Open im Januar im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Sein Gegner wird erst am Donnerstag zwischen Rafal Nadal (Spanien) und dem Finnen Jarkko Nieminen ermittelt.

Regen durchkreuzt die Pläne der Veranstalter

Acht Tage lang brannte in Wimbledon gnadenlos die Sonne vom Himmel. Ballmädchen kollabierten in der ungewohnten Hitze, ein Linienrichter brach ausgetrocknet zusammen und die Spieler tauchten nach ihren Matches in Eisbäder - bis Mittwoch. Als es bei den 120. All England Championships mit dem Viertelfinale der Herren ernst wurde, war es prompt vorbei mit der sommerlichen Wonne. Andauernde Schauer zerteilten den Spieltag in unbefriedigende Einzelabschnitte. Auch Federer musste sich insgesamt dreimal mit Ancic einschlagen. Der Titelverteidiger machte aber dennoch kurzen Prozess mit dem jungen Kroaten, den er zuletzt auch im Viertelfinale der French Open ausgeschaltet hatte.

46 Spiele auf Rasen ohne Niederlage

Ancic war der letzte Spieler, der Federer auf Rasen hatte schlagen können. Im Jahr 2002 schaltete der Kroate als Qualifikant den Schweizer in Runde eins aus. Seitdem aber marschierte Federer unaufhaltsam über das Grün, gewann viermal das Turnier in Halle, dreimal in Wimbledon und verbesserte dabei en passant den Rekord des fünfmaligen Wimbledon-Champions Björn Borg von 41 Rasensiegen in Folge.

Der Sieg gegen Ancic war bereits Federers 46. erfolgreiches Rasenspiel in Serie. Vollkommen souverän löste der Weltranglisten-Erste die Aufgabe gegen den jungen Kroaten, der als Weltranglisten-Zehnter sein bestes Profijahr erlebt. Direkt nach der ersten Regenpause nahm er Ancic den Aufschlag zur 3:2-Führung ab und breakte erneut zur 1:0-Führung im zweiten Satz. Der Weg zur Revanche nach vier Jahren war geebnet und nach zwei weiteren schnellen Breaks im dritten Satz konnte Federer auch sein fünftes Match an der Church Road in diesem Jahr ohne Satzverlust beenden.

© SID

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