Tennis Wimbledon
Federer will in Wimbledon einen neuen Rasen-Rekord

Zum Beginn der 120. All England Championships muss sich der Schweizer Roger Federer heute mit dem Franzosen Richard Gasquet auseinandersetzen. Tommy Haas trifft in seinem Auftaktmatch auf den Tschechen Jiri Vanek.

In Wimbledon beginnen heute die 120. All England Championships. Direkt zum Auftakt kann Roger Federer einen neuen Rekord aufstellen - der Schweizer würde mit einem Sieg gegen den Franzosen Richard Gasquet seinen 42. Sieg in Folge auf Rasen feiern.

"Ich habe nichts zu verlieren"

Nichts mit Warmspielen auf den Center Court - Gasquet ist neben dem an Nummer zwei gesetzten French-Open-Champion Rafael Nadal und Weltmeister David Nalbandian (Argentinien) der einzige Spieler, der den Weltranglistenersten in den letzten drei Jahren überhaupt schlagen konnte. "Ich habe viel Selbstvertrauen und nichts zu verlieren", meint der 20-Jährige: "Ich hoffe, ich kann gegen Roger eine Super-Leistung zeigen."

Der große Björn Borg feierte zwischen 1976 und 1981 41 Siege hintereinander auf Rasen. Federer hat diese Marke mit seinem Finalerfolg in Halle/Westfalen vor gut einer Woche eingestellt. "Solche Siegesserien sind außergewöhnlich, auch für mich", sagt der Eidgenosse in Gedanken an Borg: "Es bringt einen in eine Reihe mit den Größten aller Zeiten."

Der inzwischen 50-jährige Borg gewann das bedeutendste Tennisturnier der Welt fünfmal in Folge. Federer peilt den vierten Sieg hintereinander an der Church Road an und könnte damit die Marke von Pete Sampras erreichen, der zwischen 1997 und 2000 unbezwungen blieb.

"Ich habe viel geopfert"

Während Federer dabei ist, seine Story weiter zu schreiben, endet in diesem Jahr ein großes Kapitel Tennis-Geschichte. Andre Agassi hat seinen Rücktritt nach den US Open im September angekündigt und sagt nun ab Dienstag Farewell in Wimbledon, wo er 1992 gewann. Der 36-Jährige wird seit Jahren von einem chronischen Rückenleiden gepeinigt und hat auf die komplette Sandplatzsaison verzichtet, um sich auf Wimbledon und New York vorzubereiten. "Ich habe viel geopfert, um hier noch einmal zu spielen, wo alles für mich begann", sagt der Ehemann von Steffi Graf: "Dieses Turnier hat mir geholfen, zu dem Spieler und der Person zu werden, die ich heute bin."

Sollte Federer sein Auftaktmatch überstehen, wartet möglicherweise der Brite Tim Henman, der zwar über seinen Zenit hinaus zu sein scheint, in Wimbledon aber in den letzten zehn Jahren achtmal mindestens das Viertelfinale erreichte. Im Achtelfinale könnte Federer auf Tommy Haas treffen, der nach der Absage des verletzten Nicolas Kiefer als einziger von zehn deutschen Männern im Hauptfeld gesetzt ist.

Haas in positiver Stimmung

Haas scheint dieses Jahr von einem "Roger-Fluch" befallen, immer steht ihm der Schweizer auf dem Weg zu großen Erfolgen im Weg. So auch im Achtelfinale der Australian Open, zuletzt im Halbfinale von Halle. Viermal bereits in diesem Jahr ist Haas an Federer gescheitert. "Ich fahre in positiver Stimmung nach Wimbledon", meinte er dennoch. Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen will in Halle sogar, "eines der besten Matches, die Tommy je auf Rasen gespielt hat", gesehen haben.

Bei den Damen richtet sich das Interesse vor allem auf Venus Williams. Die mittlerweile 26-Jährige hatte bereits vor einem Jahr alle überrascht, als sie nach ständigen Verletzungen ihren dritten Titel gewann. Auch in diesem Jahr hat sie bei nur vier Turnierteilnahmen noch keine nennenswerten Ergebnisse aufzuweisen, an der Church Road aber blüht sie regelmäßig auf. "Ich komme zu jedem Turnier in der Erwartung, es zu gewinnen", sagt sie.

Grönefeld einzige gesetzte Deutsche

Topgesetzte Spielerin ist Amelie Mauresmo (Frankreich) vor der Belgierin Kim Clijsters und deren Landsmännin Justine Henin-Hardenne, der amtierenden French-Open-Siegerin. Einzige gesetzte der fünf Deutschen im Hauptfeld ist Anna-Lena Grönefeld (13) aus Nordhorn, die in ihrem Auftaktmatch am Montag gegen die Bulgarin Zwetana Pironkowa spielt und im Achtelfinale auf Clijsters treffen könnte.

© SID

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