Tennis Wimbledon
Haas als erster Deutscher im Achtelfinale

Tommy Haas hat sich für das Achtelfinale in Wimbledon qualifiziert. Der 29-Jährige bezwang Dimitri Tursunow (Russland) mit 1:6, 6:4, 7:6 (7:5), 6:4 und trifft nun auf Titelverteidiger Roger Federer.

Tommy Haas hat sich als erster Deutscher und zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere für das Achtelfinale bei den 121. All England Championships in Wimbledon qualifiziert. Der 29-Jährige bezwang Dimitri Tursunow (Russland) trotz Satzrückstandes mit 1:6, 6:4, 7:6 (7:5), 6:4 und trifft nun auf Titelverteidiger und Topfavorit Roger Federer, der sich in drei Sätzen 6:1, 6:4, 7:6 (7:4) gegen den Russen Marat Safin durchsetzte.

Haas bot in der von einer Regenpause zu Anfang des dritten Satzes für 42 Minuten unterbrochenen Partie trotz Problemen mit der Bauchmuskulatur und seiner zuvor siebenwöchigen Zwangspause wegen der lädierten Schulter eine echte Energieleistung. Im dritten und im vierten Satz kam er jeweils nach frühen Breaks wieder zurück, kämpfte um jeden Ball und zeigte auf dem "Friedhof der Stars" den unbedingten Willen, die Partie gegen den 23 Jahre alten Tursunow zu gewinnen. Die knapp 3 000 Zuschauer waren von der ausgeglichehen Partie am Ende begeistert.

Erst beim Stand von 0:5 das erste Spiel gewonnen

Auf Platz zwei sind in der langen Wimbledongeschichte schon zahlreiche Favoriten gescheitert. Und auch bei Haas sah es zunächst nach einem schnellen und traurigen Ende aus. Der 29-Jährige kam zunächst überhaupt nicht in die Partie. Schon im zweiten Spiel kassierte er das erste Break. "Ich muss versuchen, ihn aus dem Rhythmus zu bringen", lautete seine Taktik vor dem Match. Aus dem Rhythmus aber brachte er sich zunächst durch zahlreiche unerzwungene Fehler nur selbst. Erst beim Stand von 0:5 gelang dem gebürtigen Hamburger der erste Spielgewinn.

Schrittweise kam er nun besser ins Spiel. Tursunow wirkte dagegen nicht mehr so sicher wie zuvor. Dennoch musste Haas im dritten und neunten Spiel des zweiten Satzes kritische Situationen überstehen, als er bei eigenem Aufschlag jeweils mit 15:40 zurücklag. Er selbst hatte bei einer 5:4-Führung die ersten Breakchancen überhaupt im Match und nutzte sie im richtigen Moment. Zunächst hatte er bei einem Longline-Passierball noch Pech, der knapp ins Aus segelte, mit einem Vorhand-Winner verwertete er aber wenig später den zweiten Satzball.

Entzündungshemmer und Schmerztabletten nötig

Bei 2:1 im dritten Satz musste er dann der Turnierarzt um Entzündungshemmer und vor allem Schmerztabletten bitten: "Die brauche ich am dringendsten", erklärte Haas dem Doc. Anscheinend hatte er nach seiner siebenwöchigen Verletzungspause wegen der am 8. Mai in Rom aufgetretenen Schulterprobleme Schwierigkeiten mit der Bauchmuskulatur. "Die Schulter ist in Ordnung", teilte Haas dem Physiotherapeuten in der Spielpause mit. Bis zu seinem Achtelfinalspiel hat er nun zwei Tage Zeit zur Pflege, die er nach dem Match sicherlich braucht.

© SID

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