Tennis Wimbledon
Haas nach Fünf-Satz-Krimi im Achtelfinale

Tommy Haas steht im Achtelfinale von Wimbledon. Der Deutsche setzte sich im auf zwei Tage verteilten Fünf-Satz-Krimi mit 7:5, 7:5, 1:6, 6:7 (3:7), 10:8 gegen Marin Cilic durch.

"Altmeister" Tommy Haas kann mit 31 Jahren am Montag zum ersten Mal in seiner Laufbahn um den Einzug ins Viertelfinale der All England Championships in Wimbledon spielen und hat dabei auch im hohen Tennisalter noch eine neue Erfahrung gemacht. Der Wahl-Amerikaner setzte sich am Samstag in der Fortsetzung seines am Vorabend wegen Dunkelheit abgebrochenen Matches mit 7:5, 7:5, 1:6, 6:7 (3:7), 10:8 gegen den Kroaten Marin Cilic durch und steht damit zum zweiten Mal nach 2007 an der Church Road unter den letzten 16. Sein Gegner am Montag ist der Russe Igor Andrejew. Vor zwei Jahren konnte Haas wegen einer Bauchmuskelzerrung nicht zu seinem Achtelfinale antreten.

"So etwas habe ich noch nie erlebt"

Das Match gegen den jungen Aufsteiger aus Kroatien, der in der Weltrangliste auf Platz 13 und damit 21 Ränge über dem Deutschen notiert ist, dauerte insgesamt 4:28 Stunden. Am Samstag standen sich die beiden Kontrahenten 27 Minuten gegenüber, nachdem sie sich am Freitag ein spannendes Duell geliefert hatten, das bis 21.33 Uhr andauerte und am Ende in der Dunkelheit unter fast irregulären Bedingungen stattfand. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Haas, der zum elften Mal in Wimbledon spielt, "ich verstehe nicht, dass man hier kein Flutlicht hat, damit man die Matches beenden kann."

Als er die Partie schließlich zu seinen Gunsten entschieden hatte, war die Erleichterung riesig. Die Verlobte Sarah Foster hüpfte vor Freude in der Spielerbox hoch und riss beide Arme in den Himmel und Haas freute sich auf dem Platz mit der "Säge". "Es war sehr schwer, wieder hier rauszugehen, ich war sehr nervös und bin jetzt überglücklich", sagte der gebürtige Hamburger, "aber jetzt brauche ich den freien Sonntag wirklich, um mich zu erholen."

Haas zeigte auf Platz eins gegen den 1,98m langen Schlaks aus Zagreb eine insgesamt reife Leistung und ließ sich auch durch einen 2:5-Rückstand im ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen, als der 20-Jährige praktisch fehlerlos spielte. Haas nahm im richtigen Moment mit seinem Rückhand-Slice immer wieder das Tempo aus dem Spiel und zwang den teilweise ungestüm angreifenden Kroaten zu Fehlern. Außerdem überraschte er immer wieder mit Netzangriffen.

Allergie bereitet Haas Schwierigkeiten

Zu Beginn des dritten Satzes allerdings begannen die Probleme, als er wegen seiner Allergie Schwierigkeiten mit den Augen bekam und behandelt werden musste. Als er wieder klar sehen konnte lag er bereits 0:4 im Rückstand. Im vierten Satz erspielte er sich schließlich die ersten beiden Matchbälle, hatte aber beim ersten Pech, der nur um Zentimeter ins Aus flog. Der zweite landete dagegen ohne Not im Netz.

Im entscheidenden fünften Durchgang konnte sich Haas noch am Freitag zweimal von 0:3 und 3:5 zurückkämpfen. Das vorentscheidende Break gelang ihm schließlich zum 9:8 am Samstag. Auch danach war aber noch nicht alles klar. Cilic hatte zwei Riesenchancen zum Re-Break, verschoss aber beide. Insgesamt unterliefen dem Kroaten in der gesamten Partie 93 Fehler ohne Not, letztlich der entscheidende Unterschied zum "alten Hasen" Haas.

Petzschner scheitert an Hewitt

In London ausgeschieden ist unterdessen Philipp Petzschner. Der 25 Jahre alte Bayreuther unterlag dem Australier Lleyton Hewitt in seinem Drittrundenmatch in drei Sätzen mit 5:7, 6:7 (3:7), 3:6.

© SID

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