Tennis Wimbledon
Haas steht im Viertefinale von Wimbledon

Tommy Haas hat das Viertelfinale in Wimbledon erreicht. Der 31-Jährige schlug den Russen Igor Andrejew 7:6 (10:8), 6:4, 6:4 und steht zum ersten Mal in der Runde der letzten Acht.

Tommy Haas sorgt in Wimbledon weiter für Furore. Der 31 Jahre alte Tennisprofi ließ sich auf seinem Erfolgsweg bei den 123. All England Championships auch von Igor Andrejew nicht stoppen und steht nun erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale des wichtigsten Turniers der Welt. Mit 7:6, (10:8), 6:4, 6:4 setzte er sich nach einer ganz starken Leistung gegen Andrejew durch und feierte nach dem Matchball nach 2:12 Stunden Spielzeit mit einer triumphierenden Geste, während Freundin Sarah Foster glücklich beide Arme in den Himmel riss.

Haas' Gegner in der Runde der letzten Acht am Mittwoch ist der Weltranglisten-Vierte Novak Djokovic (Serbien), der den Israeli Dudi Sela 6:2, 6:4, 6:1 bezwang. Den Serben hatte Haas vor gut zwei Wochen im Endspiel des Rasenturniers in Halle/Westfalen bezwungen. Der Deutsche, der bereits im Achtelfinale der älteste verbliebene Spieler im Feld war, hat damit bereits neun Siege hintereinander auf dem von ihm einst ungeliebten Rasen erzielt.

"Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass ich es in meinem hohen Alter noch geschafft habe, hier in den elitären "Last Eight Club" vorzustoßen", sagte Haas. "Das ist verrückt, das hätte mir vor ein paar Monaten nie vorstellen können, dass ich hier soweit komme, das bedeutet mir sehr viel."

Haas trotz Hitze hochkonzentriert

Die Sonne strahlte ungetrübt aus dem blauen Londoner Himmel, und auf Platz vier, wohin Haas und Andrejew für ihr Match von den Allmächtigen des All England Clubs abgeschoben wurden, herrschten mindestens 30 Grad. Haas blieb aber von der Hitze und auch vom Nebenplatz völlig unbeeindruckt und zeigte sich wie schon im Drittrunden-Krimi gegen Marin Cilic hochkonzentriert und selbstbewusst. Der Deutsche schlug über das gesamte Match hindurch erstklassig auf und ließ sich auch vom starken Service und der peitschenden Vorhand seines Gegners nicht aus der Ruhe bringen.

Im ersten Satz hatte lediglich Haas einen Breakball bei 3:2, sein Rückhandball landete aber im Netz. Er selbst erlaubte bei seinen Aufschlagspielen Andrejew überhaupt keine Chancen. So musste der Tiebreak entscheiden, in dem Haas drei Satzbälle zunächst nicht nutzen konnte, dann einen von Andrejew abwehrte, bevor er seinen vierten etwas glücklich mit einem Netzroller verwandelte.

Vorstöße ans Netz und Breakbälle sicherten Sieg

Auch im zweiten und dritten Satz bot sich ein ähnliches Bild. Beide Spieler schlugen stark auf und erlaubten dem Gegner nur wenige Chancen. Haas wirkte dabei aber immer einen Tick gefährlicher und übernahm eher die Initiative. Er rückte auch ab und an ans Netz vor, während sich Andrejew fast ausschließlich auf seine enorme Vorhand verließ. Jeweils ein Break zum 4:3 brachte in beiden Sätzen letztlich die Entscheidung für den Deutschen.

Haas steht damit zum siebten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier im Viertelfinale. Bislang konnte er dreimal das Halbfinale erreichen und stand dreimal im Viertelfinale der US Open. In Wimbledon war er zuvor bei zehn Teilnahmen lediglich 2007 unter die letzten 16 vorgedrungen, konnte damals zum Achtelfinalmatch gegen Roger Federer wegen einer Bauchmuskelzerrung aber nicht antreten.

© SID

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