Tennis Wimbledon
Haas und Becker weiter, Schüttler und Waske raus

Tommy Haas und Benjamin Becker haben in Wimbledon die zweite Runde erreicht. Dagegen waren für Rainer Schüttler und Alexander Waske die 120. All England Championship schon nach dem Auftaktmatch vorbei.

Fünf Auftaktpleiten, Siege von Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber sowie eine Riesenüberraschung durch Qualifikant Benjamin Becker - so sieht der Dienstag für die deutschen Herren bei den 120. All England Championships in Wimbledon aus. Der an 19 gesetzte Haas setzte sich mit 7:6 (7:2), 7:5, 6:4 gegen den Tschechen Jiri Vanek durch. Überraschender war der Erfolg von Qualifikant Benjamin Becker (Stuttgart). Der 25-Jährige bezwang bei seinem Debüt beim bedeutendsten Turnier der Welt den Argentinier Juan Ignacio Chela mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:3 und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Dagegen konnte Rainer Schüttler seiner Pleitenserie bei Grand-Slam-Turnieren kein Ende setzen und verlor gegen den kroatischen Qualifikanten Roko Karanusic in vier Sätzen mit 6:7 (7:9), 6:4, 2:6, 1:6.

Haas trifft nun auf den Briten Richard Bloomfeld und hat damit eine weitere lösbare Aufgabe vor sich. Er stand zuletzt im Jahr 2000 in der dritten Runde von Wimbledon. Beckers nächster Gegner ist entweder der US-Amerikaner Vince Spadea oder Fernando Verdasco aus Spanien.

Dritte Erstrunden-Niederlage in Folge

Für den ehemaligen Weltranglisten-Sechsten Schüttler war es die dritte Erstrunden-Niederlage bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in Folge. Bei seinen letzten elf Auftritten bei einem der größten Turniere seit seinem Super-Jahr 2003 scheiterte er insgesamt achtmal im ersten Spiel.

Der 23 Jahre alte Karanusic hatte sich durch die Qualifikation in das 128-köpfige Hauptfeld an der Church Road gespielt. Für den Mann aus Zagreb war es bei 14 Versuchen erst der zweite Sieg seiner Karriere auf Tour-Niveau. Normalerweise tingelt er über die zweitklassigen Challenger-Turniere und belegt in der aktuellen Weltrangliste nur Platz 163. Für Karanusic war der Sieg der bislang größte Erfolg seiner Karriere.

Nach einem wahren Marathonmatch ausgeschieden ist Alexander Waske aus Frankfurt. Der Daviscupspieler unterlag dem Italiener Stefano Galvani 6:4, 6:7 (2:7), 4:6, 6:3, 14:16. Waske musste im fünften Satz beim Stand von 12:12 eine medizinische Behandlungspause in Anspruch nehmen und wirkte am Ende körperlich nicht mehr hundertprozentig fit. Seine größte Chance zum Sieg hatte er bei 13:13, als er beim Aufschlag des Italieners mit 40:15 führte und anschließend einen weiteren Breakball nicht nutzen konnte. Waske beendete die Partie schließlich mit einem Doppelfehler.

Malisse stoppt Wimbledon-Debüt von Dorsch

Qualifikant Benedikt Dorsch (Burghausen) ist bei seinem Debüt in Wimbledon ebenfalls im Auftaktmatch gescheitert. Der 25-Jährige unterlag dem Belgier Xavier Malisse 2:6, 5:7, 2:6. Dorsch bestritt in Wimbledon das erste Match seiner Karriere auf Tourniveau überhaupt. Für ihn war bereits die Qualifikation zum bedeutendsten Tennisturnier der Welt der größte Erfolg seiner Karriere.

Ebenfalls ausgeschieden ist Qualifikant Michael Berrer. Der Stuttgarter unterlag ebenfalls in fünf Sätzen dem Briten Jamie Delgado 4:6, 2:6, 6:3, 6:3, 3:6. Auch der Stuttgarter Simon Greul überstand die Auftaktrunde nicht. Gegen den an Nummer elf gesetzten Spanier Tommy Robredo gab es eine erwartete Niederlage: 2:6, 2:6, 7:5, 6:7 (3:7). Philipp Kohlschreiber aus Bamberg erreichte dagegen als dritter Deutscher nach Benjamin Becker und Tommy Haas die zweite Runde. Der 22-Jährige setzte sich 6:3, 6:2, 6:4 gegen den Rumänen Radvan Sabau durch.

© SID

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