Tennis Wimbledon
Kiefer souverän - Becker überrascht Dawydenko

Nicolas Kiefer hat in Wimbledon ohne Probleme die zweite Runde erreicht. Auch Tommy Haas kämpfte sich durch, während Benjamin Becker gegen Nikolai Dawydenko überraschte.

Auf dem grünen Rasen von Wimbledon haben Nicolas Kiefer und Tommy Haas ihr Grand-Slam-Glück wiedergefunden. In der ersten Runde der 122. All England Championships gewannen die deutschen Topprofis jeweils ihr erstes Match bei einem der vier großen Turniere in diesem Jahr und schafften beide zum achten Mal den Einzug in die zweite Runde von London.

Für die erste große Überraschung im Turnier sorgte Benjamin Becker, der den an Nummer vier gesetzten Russen Nikolai Dawydenko deutlich 6:4, 6:4, 6:4 besiegte. "Das war ein großer Sieg für mich. Ich habe sechsmal bei Grand Slams in Folge verloren, aber das bringt mir wieder Selbstvertrauen", sagte der 27-Jährige. Auf dem Profi aus Orscholz wartet in Runde zwei Arnaud Clement aus Frankreich, der sich gegen den schwedischen Routinier Jonas Björkman durchgesetzt hat.

Auch Rainer Schüttler konnte sich über ein Erfolgserlebnis freuen. Der Korbacher feierte einen klaren 6:3, 6:2, 6:4-Erfolg über den Spanier Santiago Ventura. Sein nächster Gegner ist der an Nummer neun gesetzte US-Amerikaner James Blake.

Aus für Gremlmayr und Beck

Ausgeschieden ist hingegen Denis Gremlmayr. Er unterlag dem Belgier Xavier Malisse klar mit 3:6, 4:6, 2:6. Auch Andreas Beck kann seine Koffer in London packen. Für den deutschen Meister aus Stuttgart war der Weltranglistenzweite Rafael Nadal aus Spanien eine Nummer zu groß. Am Ende musste sich Beck trotz ordentlicher Leistung 4:6, 4:6, 6:7 (0:7) geschlagen geben.

Kiefer, nach einer Erstrundenniederlage bei den Australian Open zuletzt in Paris gar nicht erst am Start, machte mit einem 6:1, 7:5, 6:3 gegen den Franzosen Julien Benneteau kurzen Prozess. "Das war gute und solide Arbeit. Und es war gut, dass ich Kräfte sparen konnte", sagte der Hannoveraner. Sein nächster Gegner ist der Argentinier Martin Vassallo Arguello.

Wesentlich mehr Mühe hatte Tommy Haas, ehe sein 3:6, 6:4, 6:4, 6:4 über Guillermo Canas aus Argentinien feststand. Nach seiner erneuten Schulteroperation und den Absagen für Melbourne und die French Open spielt Haas in London seinen ersten Grand Slam in diesem Jahr. Er trifft nun auf Tommy Robredo (Spanien).

Kiefer denkt noch nicht an Nadal

Insgesamt schafften damit von 16 gestarteten Deutschen bislang sieben den Sprung in die zweite Runde, vor allem Kiefer und Haas wollen aber natürlich noch mehr. Am Montag waren bereits Mischa Zverev (Hamburg), Simon Stadler (Heidelberg) und Philipp Petzschner (Bayreuth) weitergekommen, am zweiten Tag folgten Becker und Schüttler.

Nicolas Kiefer nahm nach seiner langwierigen Handgelenksverletzung auch den Start in Wimbledon "wie ein Geschenk". Seinen nächsten Gegner hat er noch nie spielen sehen und mochte auch noch nicht über ein mögliches Drittrundenmatch gegen den viermaligen French-Open-Champion Nadal nachdenken: "Da spekulieren die Medien immer viel mehr als wir Spieler." Sein bestes Ergebnis an der Church Road ist sogar das Viertelfinale beim Debüt 1997. Auch Haas spielte vor elf Jahren erstmals in Wimbledon. Er hatte sein bestes Jahr 2007. Das Achtelfinale gegen Rasenkönig Roger Federer musste er damals aber wegen einer Bauchmuskelzerrung absagen.

© SID

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