Tennis Wimbledon
Kiefer und Haas im Gleichschritt weiter

Nicolas Kiefer und Tommy Haas stehen in Runde drei der All England Championships. Kiefer schlug den Franzosen Fabrice Santoro 6:4, 6:3, 6:4, auch Haas hatte beim 6:3, 7:6, 6:4 gegen den Tschechen Tomas Zib keine Mühe.

Die beiden deutschen Tennisprofis Nicolas Kiefer und Tommy Haas sind bei den 121. All England Championships in Wimbledon fast zeitgleich in die dritte Runde eingezogen. Erst setzte sich der Hannoveraner Kiefer nach einer erneut starken Leistung glatt mit 6:4, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Fabrice Santoro durch, kurz darauf folgte der gebürtige Hamburger Haas durch ein 6:3, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Tschechen Tomas Zib. Die Begegnung war am Vortag wegen Regens abgebrochen worden. Bei seiner neunten Wimbledon-Teilnahme steht die deutsche Nummer eins damit zum fünften Mal in der dritten Runde.

Berrer und Mayer draußen

Nächster Gegner des in diesem Jahr an Position 13 eingestuften Haas ist der Russe Dimitri Tursunow (Nr. 21), der den Stuttgarter Michael Berrer in vier Sätzen 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 schlug und damit ein deutsches Duell in der dritten Runde verhinderte. Neben Berrer ist auch Florian Mayer in Wimbledon ausgeschieden. Der Bayreuther unterlag in fünf Sätzen 6:3, 3:6, 6:7 (2:7), 6:2, 3:6 gegen den Finnen Jarkko Nieminen. Mayer, Viertelfinalist von 2005, scheiterte damit zum zweiten Mal in Folge schon in seinem zweiten Match in Wimbledon.

Kiefer, der bei seinem zehnten Start an der Church Road zum sechsten Mal unter die letzten 32 vorrückte, bekommt es bei seinem nächsten Auftritt mit dem serbischen Weltranglistenfünften Novak Djokovic zu tun, der beim Grand-Slam-Turnier im Südwesten Londons an vier gesetzt ist. "Ich habe nichts mehr zu verlieren", sagte der glückliche Kiefer, dessen Comeback nach der langwierigen Handgelenksverletzung bereits voll geglückt ist. Der 20 Jahre alte Djokovic bezwang mit erstaunlich viel Mühe den US-Amerikaner Amer Delic mit 6:3, 3:6, 6:3, 7:6 (7:4). Kiefer und Djokovic haben noch kein Spiel gegeneinander bestritten.

Kiefer: "Mein erstes richtig starkes Spiel"

"Das war ein großer Unterschied zum ersten Spiel", sagte Kiefer, "mein erstes richtig starkes Spiel." Am Mittwoch hatte er nach der Partie gegen Filippo Volandri noch die Anspannung im Körper gemerkt: "Ich konnte mich kaum bewegen". Gegen Santoro lief alles fiel runder: "Ich habe besser aufgeschlagen, besser returniert, ich bin sehr zufrieden."

Die Aufgabe gegen Djokovic geht er entsprechend mit Neugierde und Selbstvertrauen an. Der 20-Jährige stand auf Platz 63 im ATP-Ranking, als Kiefer am 2. Juni 2006 sein letztes Match vor der über einjährigen Zwangspause bestritt: "Das wäre ein guter Test, um zu sehen, wo ich wirklich stehe.

Der 26 Jahre alte Schwabe Berrer überraschte gegen Tursunow zwar mit dem Gewinn des ersten Satzes, anschließend spielte der Weltranglisten-23. jedoch seine größere Klasse gegenüber dem 61 Plätze schlechter platzierten Deutschen aus. "Tursunow ist ein gefährlicher Gegner, der sehr druckvoll spielt und stark aufschlägt", sagte Haas, "ich muss versuchen, ihn aus dem Rhythmus zu bringen."

Achtelfinalduell zwischen Haas und Federer möglich

Sein großes Ziel ist schließlich das Achtelfinale, dass er in Wimbledon als einzigem der vier Grand-Slam-Turniere noch nie erreichen konnte. "Ich hoffe, dass es mir in Wimbledon auch mal gut ergeht", meinte der Elfte der Weltrangliste. In der Runde der letzten 16 würde allerdings voraussichtlich Titelverteidiger Roger Federer warten. Der Schweizer zog problemlos durch einen Sieg gegen den Italiener Juan Martin Del Potro in die dritte Runde ein, in der er aber in dem Russen Marat Safin eine delikate Aufgabe vor sich hat.

"Die Schulter hat einen tierischen Muskelkater", sagte Haas nach seinem Match, das netto 1:51 Stunden dauerte. Das Spiel war am Mittwoch wegen der Regenfälle nach dem ersten Satz abgebrochen worden. Nach der siebenwöchigen Verletzungspause fehlt ihm noch Spielpraxis, die Schulter ist verspannt: "Es gab natürlich Momente, in denes es nicht so gut lief", sagte er, "aber insgesamt muss man natürlich sehr zufrieden sein, wenn man in Wimbledon in der dritten Runde ist."

© SID

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