Tennis Wimbledon
Li Na erste Chinesin im Wimbledon-Viertelfinale

Während Li Na als erste Chinesin den Sprung in ein Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers schaffte, erlebten die US-Amerikanerinnen in Wimbledon ihr Debakel: Keine Spielerin ist mehr im Rennen.

Auf dem anscheinend unaufhaltsamen "langen Marsch" der chinesischen Tennisspielerinnen hinein in die Weltspitze hat Li Na in Wimbledon einen weiteren historischen Schritt geschafft. Die US-Amerikaner erlebten dagegen ein seit rund 95 Jahren einmaliges Debakel. Die 24-jährige Li Na aus Wuhan bezwang bei den 120. All England Championships die an Nummer zehn gesetzte Tschechin Nicole Vaidisova 4:6, 6:1, 6:3 und ist damit als erste Spielerin aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen, während erstmals seit 1911 nicht ein einziger amerikanischer Einzelspieler an der Church Road mehr unter den letzten Acht bei Männern und Frauen dabei ist.

"Ich bin sehr stolz auf mich und für mein Land", sagte Li Na: "Dieser Erfolg zeigt, dass Tennis in China Stück für Stück besser wird." Sie setzte damit zum zweiten Mal einen Meilenstein, nachdem sie 2004 in Guangzhou als erste Chinesin ein WTA-Turnier gewonnen hatte. Der größte Erfolg für das chinesische Tennis bisher war der Doppel-Olympiasieg von Li Tiang/Sun Tian Tian in Athen.

Die Machtverhältnisse zwischen den erfolgreichsten Nationen der vergangenen Sommerspiele scheinen sich jetzt auch in dem einstigen Kapitalistensport Tennis anzugleichen. Vor Olympia 2008 in Peking geht der große, systematisch durchgesetzte chinesische Plan zum Vordringen in die Weltklasse offenbar auf.

Li Na schrieb Geschichte

Vor Li Na, in der aktuellen Weltrangliste auf Platz 30 notiert, war Jie Zheng die erfolgreichste Spielerin aus dem Reich der Mitte auf einem der vier Majors. Sie scheiterte 2004 in Roland Garros jedoch im Achtelfinale. Li Na spielt am Dienstag nun gegen die Belgierin Kim Clijsters.

French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne steht dagegen zum vierten Mal in ihrer Karriere im Viertelfinale von Wimbledon. Die Belgierin bezwang Daniela Hantuchova aus der Slowakei problemlos 6:3, 6:1. Die nächste Gegnerin der 24-Jährigen ist die Französin Severine Bremond. Die Qualifikantin setzte an der Church Road ihre überraschende Erfolgsserie mit einem 7:6 (13:11), 6:3 über die Japanerin Ai Sugiyama fort. Die 26-Jährige aus Montpellier wird in der Weltrangliste an Position 129 geführt und stand noch nie bei einem der vier Major-Turniere im Viertelfinale.

Jelena Dementjewa als Erste weiter

Jelena Dementjewa setzte sich in der Runde der letzten 16 problemlos gegen die US-Amerikanerin Shenay Perry 6:2, 6:0 durch. Die Weltranglistenachte trifft nun im russischen Duell auf die Siegerin von 2004, Maria Scharapowa, die nur mit Mühe 7:6 (7:5), 3:6, 6:3 gegen die Italienerin Flavia Pennetta gewann.

Als letzte Spielerin zog die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo (Frankreich) in die Runde der letzten Acht ein. Die Französin setzte sich 6:3, 6:4 gegen Ana Ivanovic (Serbien) durch und spielt nun gegen die Russin Anastasia Myskina, die 6:4, 7:6 (7:5) gegen Jelena Jankovic (Serbien) gewann.

© SID

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