Tennis Wimbledon
Nadal über Berdych im Wimbledon-Halbfinale

Glatt in drei Sätzen hat Rafael Nadal den Tschechen Tomas Berdych bezwungen und das Halbfinale der 121. All England Championships gegen Novak Djokovic erreicht. Titelverteidiger Roger Federer erwartet Richard Gasquet.

Rafael Nadal präsentiert sich auf dem "Heiligen Rasen" von Wimbledon weiter in bestechender Form. Der Spanier zog als erster Spieler ins Halbfinale der 121. All England Championships ein. Der 20 Jahre alte Weltranglisten-Zweite bezwang in der Runde der letzten Acht den Tschechen Tomas Berdych mit 7:6 (7:1), 6:4, 6:2 und bot dabei erneut eine starke und konzentrierte Leistung.

Titelverteidiger Roger Federer steht ebenfalls im Halbfinale. Der Schweizer musste bei seinem 7:6 (7:2), 3:6, 6:1, 6:3-Erfolg gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero zwar den ersten Satzverlust im Turnier hinnehmen, konnte sich in der entscheidende Phase aber wie gewohnt steigern und gewann am Ende souverän. "Ich habe zwar einen Satz verloren, aber nicht das Match und das zählt", sagte der Schweizer, "ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung."

Gasquet fordert Federer

Federers Gegner im Halbfinale am Samstag (12.00 Uhr Mesz) wird Richard Gasquet (Frankreich) sein. Der 21-Jährige setzte sich in einem packenden Fünf-Satz-Thriller mit 4:6, 4:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:3), 8:6 gegen den an Position drei gesetzten Andy Roddick (USA) durch. Gasquet, der seit Jahren als eines der größten Talente auf der ATP-Tour gilt, hat damit erstmals in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Im direkten Vergleich mit Federer liegt er aber 1:5 zurück. Nadal muss erneut gegen Novak Djokovic antreten. Der 20-Jährige rang in 4:59 Stunden den Vorjahreshalbfinalisten Marcos Baghdatis (Zypern) nieder und erreichte damit zum zweitenmal in seiner Karriere die Vorschlussrunde bei einem Grand-Slam-Turnier.

Djokovic und Nadal standen sich bereits vor vier Wochen im Halnfinale der French-Open in Paris gegenüber. Im direkten Vergleich führt der Weltranglisten-Zweite aus Mallorca mit 4:1 Siegen.

Nadal bewies auch bei seinem 50. Saisonsieg gegen Berdych seine Klasse. Der alles überragende Sandplatzspieler ist auch auf dessen Lieblingsbelag längst zu einem echten Herausforderer für den viermaligen Champion Roger Federer geworden. Schon im verlorenen Wimbledon-Endspiel im letzten Jahr konnte er mit dem Schweizer mithalten, jetzt fühlt er sich noch stärker: "Am Donnerstag habe ich im Achtelfinale gegen Michael Juschni das beste Rasentennis meines Lebens gespielt. Ich lerne mit jedem Match."

Spektakuläre Ballwechsel wie gegen den Russen waren gegen den Sieger der Wimbledon-Generalprobe in Halle/Westfalen nicht möglich, dafür waren die Verhältnisse zu schwierig. Statt der Regenfälle der letzten Tage störten diesmal heftige Winde die Spieler. Da der Centre Court wegen der Umbauarbeiten ohne schützendes Dach ist, pfiffen die Böen immer wieder über den Platz. "Es war sehr, sehr schwierig den Ball richtig zu treffen, man musste voll konzentriert bleiben", meinte der Spanier, "für Tomas war es sehr schwer beim Aufschlag."

Aber Nadals erstaunliche Reife zeigte sich eben auch bei den schwierigen Verhältnissen. "Er hat sich auf den Wind besser eingestellt, holt bei der Vorhand nicht so weit aus und wirft den Ball beim Aufschlag nicht so hoch", lobte BBC-Kommentator John Mcenroe. 2:07 Stunden benötigte Nadal für den ungefährdeten Erfolg. Nach den beiden Fünf-Satz-Matches in den Runden davor ein schneller Sieg. "Das war sehr wichtig für mich nach den Belastungen vorher", meinte Nadal, "sicher ist es auch ein Vorteil, dass ich vor meinem Halbfinalgegner fertig war."

© SID

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