Tennis Wimbledon
Wimbledon plant schärfere Sicherheitsmaßnahmen

Nachdem mehrere Störenfriede in den letzten Tagen die Spielfelder gestürmt hatten, denken der All England Club und die Polizei über schärfere Sicherheitsmaßnahmen für die Wimbledon-Spiele nach.

Die Ruhe im altehrwürdigen All England Club ist in den letzten Tagen mehrfach gestört worden. An zwei Tagen hintereinander sorgten Flitzer und Demonstranten für Unterbrechungen der Spiele auf dem Centre Court. Daher werden nun verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Erwägung gezogen. "Es wäre eine Schande, wenn ein paar egoistische Idioten alles zerstören würden, aber das heißt, dass wir möglicherweise mehr dauerhafte Maßnahmen ergreifen müssen, um Unbefugten Zugang zum Platz zu verwehren", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme des Klubs.

Auf dem 1922 errichteten Centre Court gibt es keine Abgrenzung zwischen den ersten Zuschauerreihen und dem Platz. Die Besucher in den ersten Reihen der Längsseiten sitzen praktisch auf Rasenhöhe, ein Zaun ist nicht vorhanden. Die einzige Abtrennung zum Spielfeld sind ein Graben für Fotografen und TV-Kameras sowie Plätze für die Linienricher.

Nackter TV-Moderator stört Tennismatch

Am Mittwoch waren im Match zwischen Roger Federer und Mario Ancic zwei Männer auf den Platz gestürmt und hatten ein Tennismatch begonnen. Sie erwiesen sich als Demonstranten für die Rechte von Vätern und ließen sich nach wenigen Sekunden widerstandslos festnehmen. Beide blieben über Nacht in Haft. Tags zuvor waren ein niederländischer TV-Moderator im Spiel zwischen Maria Scharapowa und Jelena Dementjewa auf den Court gelaufen, hatte sich ausgezogen und einige Räder geschlagen, bevor er in Gewahrsam genommen wurde. Der Mann kam mit einer Verwarnung davon.

Das private Unternehmen, das alle Sicherheitsmaßnahmen auf der Anlage durchführt und dabei unter anderem die Taschen der Besucher kontrolliert, wurde von den beiden Aktionen völlig unvorbereitet getroffen. "Wir hatten keinerlei Hinweise darauf, dass sowas geplant sein könnte", erklärte ein Sprecher: "Sonst hätten wir entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen."

© SID

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