Tennis Wimbledon
Zerrung zwingt Haas zur Absage in Wimbledon

Tommy Haas hat sein Wimbledon-Achtelfinale gegen Titelverteidiger Roger Federer wegen einer Bauchmuskelzerrung abgesagt. Haas sollte am Montag das dritte Spiel auf dem Centre Court gegen den Schweizer bestreiten.

Die unglaubliche Pechsträhne von Tommy Haas in Wimbledon geht weiter. Am Sonntag musste der derzeit beste deutsche Tennisspieler sein Achtelfinale gegen Titelverteidiger Roger Federer bei den 121. All England Championships wegen einer schweren Bauchmuskelzerrung absagen. Haas hatte bereits das Drittrundenspiel am Freitag gegen den Russen Dimitri Tursunow nur mit Schmerzmitteln und unter "tierischen Schmerzen" durchgestanden. Der gebürtige Hamburger sollte am Montag das dritte Spiel auf dem Centre Court gegen den Schweizer bestreiten.

"Das ist sehr enttäuschend für mich", sagte Haas am Sonntagmittag: "Für Spiele wie das gegen Federer auf dem Centre Court trainiert man, und wer weiß, ob diese Chance für mich noch einmal wiederkommt."

Eine Ultraschalluntersuchung zeigte einen 2,5 Zentimeter langen Riss. Haas wollte noch am Sonntag nach München zurückreisen, um sich anschließend wieder in Donaustauf bei Physiotherapeut Klaus Eder behandeln zu lassen. "Ich habe so eine Verletzung noch nie gehabt", meinte er: "Ich rechne mit zwei bis vier Wochen Pause."

Bereits 2001 und 2005 aufgegeben

Haas gab an der Church Road bereits 2005 verletzt in der ersten Runde auf, nachdem er in der Einspielphase gegen den Serben Janko Tipsarevic auf einen Ball getreten war und sich eine Bänderverletzung zugezogen hatte. 2001 musste er ebenfalls in der ersten Runde wegen einer Lebensmittelvergiftung sein Match gegen Wayne Black (Simbabwe) aufgeben.

Ein Jahr später sagte er seine Teilnahme wegen des Motorradunfalls seiner Eltern ab, 2003 fehlte er wegen seiner langwierigen Schulterprobleme. In diesem Jahr erreichte er erstmals im neunten Anlauf das Achtelfinale beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt: "Ich bin sehr stolz darauf. In Wimbledon in die zweite Woche zu kommen, war eines der Ziele, die ich in meiner Karriere noch hatte."

Nun ist ihm dies doch noch verwehrt geblieben. Nach der siebenwöchigen Pause seit Anfang Mai wegen seiner erneut aufgetretenen Schulterprobleme waren die Matchbelastungen offenbar zu hoch. Bereits nach seinem Auftaktmatch am Montag gegen den US-Amerikaner Zack Fleishman hatte Haas über starken Muskelkater geklagt, in den Matches gegen Tomas Zib (Tschechien) und gegen Tursunow wurden die Probleme dann immer schlimmer: "Am Samstag tat es so weh, dass ich kaum aufstehen konnte."

Nicht einen kompletten Satz hatte Haas vor Wimbledon im Training gespielt, sondern nur ein paar Bälle geschlagen. "Ich wollte es einfach ausprobieren, und es ist besser gelaufen als ich gedacht habe", sagte der Weltranglisten-Elfte. Nur der Körper hat nicht mitgespielt. Roger Federer hat er übrigens direkt informiert: "Wir haben uns am Sonntag getroffen." Trotz des erneuten Unglücks hofft Haas weiterhin: "dass es in Wimbledon doch noch mal ein Happyend für mich gibt."

© SID

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