Tennis World Team Cup
Deutschland nach Sieg über Tschechien im Finale

Die deutschen Tennis-Herren haben beim World Team Cup in Düsseldorf das Finale erreicht und somit beste Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Im entscheidenden Spiel siegte der Gastgeber 2:1 gegen Tschechien.

Die deutschen Tennis-Herren haben beim World Team Cup in Düsseldorf durch einen 2:1-Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien das Finale erreicht und greifen nach der Titelverteidigung. Im entscheidenden Doppel siegten Alexander Waske (Frankfurt/Main) und Michael Kohlmann (Hagen) gegen Tomas Berdych und Leos Friedl 6:4, 6:7 (2:7), 10:5. Den Gegner für das Endspiel (Samstag, zwölf Uhr) ermitteln Kroatien und Chile im direkten Duell am Freitag.

"Haben es verdient, im Finale zu stehen"

Zum Auftakt hatte Philipp Kohlschreiber (Bamberg) mit 6:3, 3:6, 6:1 gegen Robin Vik gewonnen. Anschließend kassierte Nicolas Kiefer (Hannover) in einem von etlichen Regenunterbrechungen gestörten und phasenweise hochspannenden Match mit dem 7:6 (7:5), 3:6, 3:6 gegen Berdych den 1:1-Ausgleich. "Wir haben es verdient, im Finale zu stehen", sagte der 22-jährige Kohlschreiber selbstbewusst: "Von der Papierform her waren wir vielleicht Außenseiter, aber wir sind eine starke Mannschaft, und warum soll man sich kleiner machen als man ist."

Kohlschreiber spielte gegen Vik ein schnörkelloses und geradliniges Tennis und lief in keiner Phase der Partie Gefahr, das Match aus der Hand zu geben. Der 22-Jährige bewies in Düsseldorf, dass er weitaus mehr sein kann als "nur" ein Ersatz für den an einer hartnäckigen Allergie leidenden Tommy Haas. "Ich glaube, ich bin eine gute zweite Wahl", stellte der gebürtige Augsburger fest. Sein Bestreben ist es, auch in Zukunft zuverlässige Ergebnisse zu liefern, die ihn jederzeit zu einer Verstärkung für die deutsche Mannschaft machen.

Ansprüche, Haas oder Kiefer aus dem Team zu drängen, erhebt Kohlschreiber (noch) nicht, wohl aber will er sich als Nummer drei etablieren. "Ich denke, Tommy und Kiwi sind gesetzt, aber ich möchte zunächst mal als erster Nachrücker gesetzt sein", erklärte er: "Ich möchte, dass es heißt: Okay, Tommy oder Kiwi sind nicht dabei, aber wir haben ja den Philipp, auf den können wir uns auch verlassen."

Kiefer agiert unglücklich

Auf die Nummer eins im deutschen Team war dagegen am Donnerstag kein Verlass. Zwar zeigte Nicolas Kiefer gegen den tschechischen Jungstar Tomas Berdych eine spielerisch und kämpferisch hochklassige Leistung, doch belohnt wurde der 28-Jährige für seinen Einsatz nicht. "Er hat in den entscheidenden Situationen immer noch einen draufgelegt, deshalb hat er verdient gewonnen", sagte Kiefer. Trotz der Niederlage ist er mit seiner aktuellen Form sehr zufrieden: "Die Gegner müssen wieder richtig gutes Tennis spielen, um mich zu schlagen. Das macht mich für die French Open sehr zuversichtlich."

"Endspiel" zwischen Chile und Kroatien

In der blauen Gruppe kämpfen am Freitag Daviscupsieger Kroatien und der zweimalige Mannschafts-Weltmeister Chile im direkten Vergleich um den Finaleinzug. Die Kroaten gewannen mit 2:1 gegen Spanien und feierten damit ebenso den zweiten Sieg wie Chile, das sich gegen den viermaligen Champion USA mit dem gleichen Ergebnis durchsetzte.

© SID

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