Tennis World Team Cup
Deutschland unterliegt Spanien

Deutschland hat am zweiten Spieltag der Blauen Gruppe beim Arag World Team Cup gegen Spanien verloren. Zunächst unterlag Philipp Kohlschreiber David Ferrer, dann verlor Florian Mayer gegen Nicolas Almagro.

Die deutsche Mannschaft hat sich beim Arag World Team Cup in Düsseldorf in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen Spanien 1:2 geschlagen geben müssen. Zunächst verlor Philipp Kohlschreiber (Augsburg) mit 3:6, 5:7 gegen David Ferrer, danach machte Florian Mayer (Bayreuth) mit dem 4:6, 4:6 gegen Nicolas Almagro das 0:2 perfekt. Den Ehrenpunkt holten Alexander Waske (Frankfurt/Main) und Michael Kohlmann (Oberhausen) durch ein 7:6 (7:3), 6:3 im Doppel gegen Almagro und Bartolomeu Salva-Vidal.

Die deutsche Mannschaft hatte ihr erstes Gruppenspiel gegen Belgien mit 3:0 gewonnen und kann nun mit demselben Ergebnis gegen Tschechien noch aus eigener Kraft das Endspiel erreichen. "Wenn wir 3:0 gewinnen, können die Spanier gegen Belgien machen, was sie wollen", sagte Teamkapitän Patrik Kühnen mit Blick auf einen möglichen direkten Vergleich in der Tabelle.

Im zweiten Gruppenspiel des Tages stand Tschechien ebenfalls bereits nach den Einzeln gegen Belgien als Sieger fest. Tomas Berdych gewann 6:3, 6:0 gegen den völlig überforderten Olivier Rochus, und auch Stepanek-Ersatz Jan Hajek behielt beim 7:6 (9:7), 6:4 gegen Kristof Vliegen die Oberhand. Im Doppel gewannen Rochus und Steve Darcis mit dem 6:4, 3:6, 10:7 gegen Berdych und Martin Damm das bisher erste Match für Belgien im Verlauf des Turniers.

Kohlschreiber hatte schweren Stand

Philipp Kohlschreiber hatte gegen Hamburg-Halbfinalist David Ferrer einen schweren Stand. Der 25-jährige Rechtshänder aus Valencia spielte zwar unspektakulär, aber sehr effektiv und taktisch klug, auf Sand zählt er ohne Zweifel zu den Besten der Welt. "Er ist unglaublich laufstark, er kommt an viele Bälle, er ist auf beiden Seiten sehr stabil, liest das Spiel sehr gut und kann defensiv und offensiv sehr schnell umschalten", lobte Kohlschreiber seinen Gegner.

Getreu seinem selbstbewussten Naturell wollte "Kohli" aber auch das eigene Licht trotz der Niederlage keinesfalls unter den Scheffel stellen. "Heute haben sich zwei gute Sandplatzspieler gegenüber gestanden", stellte der 23-jährige Deutsche unbescheiden fest: "Wir haben uns die Bälle um die Ohren gehauen und sind viel gelaufen, es hat auch den einen oder anderen Super-Ballwechsel gegeben. Es war eine gute Partie."

In der Kohlschreiber nach dem verlorenen ersten Satz im zweiten Durchgang die besseren Karten zu haben schien, als er mit 5:3 in Führung ging und zum Satzausgleich servierte. Doch Ferrer hielt dagegen und gewann die folgenden vier Spiele zum Match. "Ich habe den zweiten Satz vielleicht einen Tick zu früh abgehakt, das ist halt immer wieder ein Riesenfehler", stellte Kohlschreiber durchaus selbstkritisch fest: "Gedanklich war ich vielleicht schon im dritten Satz, weil die Spiele davor für mich so gut gelaufen waren."

Aufschlag total im Stich gelassen

Auch Florian Mayer lag im ersten und zweiten Satz gegen Nicolas Almagro jeweils mit einem Break in Führung, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit retten. "Wenn mein Aufschlag mich nicht total im Stich gelassen hätte, wäre es anders ausgegangen", sagte der Bayreuther anschließend. Am Ende verwandelte Almagro seinen zweiten Satzball zum Sieg seiner Mannschaft.

Trotz der Niederlage gegen die Iberer sieht Kohlschreiber die deutsche Mannschaft im Daviscup-Halbfinale gegen Russland im September in Moskau in einer guten Ausgangsposition: "Wir sind zwar nicht die Favoriten, aber wir werden mit einer starken Mannschaft nach Moskau kommen und dort hoffentlich gewinnen. Wir haben jedenfalls gute Chancen."

© SID

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