Tennis World Team Cup
Haas-Einsatz beim Arag World Team Cup ungewiss

Daviscupspieler Tommy Haas wird der deutschen Mannschaft beim Arag World Team Cup in der kommenden Woche in Düsseldorf womöglich nicht zur Verfügung stehen. "Im Moment sieht es nicht gut aus", sagte der 28-Jährige.

Die Teilnahme von Tommy Haas beim Arag World Team Cup in der kommenden Woche in Düsseldorf, wo die deutsche Mannschaft ihren Titel verteidigen will, steht auf der Kippe. Am Mittwochvormittag standen bei dem 28-Jährigen diverse Bluttests auf dem Programm.

"Im Moment sieht es nicht gut aus", bestätigte Haas, der eventuell die gesamte Sandplatzsaison und damit auch die French Open in Paris absagen will: "Wenn ich vom Arzt ein paar Ergebnisse bekomme, die nicht so gut sind, muss ich mich entscheiden."

"Die Leute wollen gutes Tennis sehen"

Atemnot und Sehbeschwerden hatten zur Aufgabe in der Hansestadt geführt. Bei 2:6, 1:2 sah Tommy Haas ein, dass es keinen Sinn mehr hatte. Er gab seinem Gegner die Hand und verließ den Centre Court am Rothenbaum, begleitet von den Pfiffen der frustrierten Fans. "Das hat geschmerzt, aber ich kann die Leute auch verstehen, sie wollen schließlich mehr und gutes Tennis sehen", sagte der gebürtige Hamburger.

Regelmäßig bekommt Haas im Frühjahr allergische Anfälle. "Ich nehme Tabletten, habe am Abend immer einen trockenen Mund und eine laufende Nase. Das Übliche", erzählte die Nummer 24 der Welt: "Ich habe mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht."

Nach seriösen Schätzungen sind allein in Deutschland zwölf Millionen Menschen in irgendeiner Form von Pollenallergie betroffen. Mit medizinischer Hilfe hat Haas die Probleme bislang in den Griff bekommen, bis Mittwoch: "Ich muss das jetzt mal richtig kontrollieren lassen."

"Nicht in bester Verfassung"

Die Symptome waren dieses Mal nämlich sehr heftig. "Ich hatte das Gefühl, ich sehe nicht mehr richtig, ich konnte nicht richtig fokussieren, meine Augen waren wässerig. Und ich habe schwer Luft bekommen, was mir auf dem Platz noch nie passiert ist", erzählte er: "Sobald das Spiel losging und ich ein bisschen nervös geworden bin und gemerkt habe, dass ich mich nicht wohl fühle, habe ich so eine kleine Panikattacke bekommen. Seit meiner Lebensmittelvergiftung in Indian Wells habe ich das Gefühl, dass ich nicht in bester Verfassung bin, aber auch darüber habe ich mir keine großen Gedanken gemacht."

Seit dem Aus in Indian Wells vor zwei Monaten steht seine Matchbilanz bei 4:5 mit zuletzt drei Erstrunden-Niederlagen in Folge. Dabei war Haas zu Jahresbeginn der "heißeste" Spieler auf der Tour nach Roger Federer, der ihm die einzigen beiden Niederlagen beibrachte. 16:2 mit zwei Turniersiegen war die Bilanz, bis sich Haas beim Masters in der kalifornischen Wüste der Magen verdarb.

"In den nächsten Tagen weiß ich mehr"

Möglicherweise verspielt Haas jetzt im ohnehin ungeliebten europäischen Sandplatz-Frühling eine glänzend begonnene Saison und eine zwischenzeitlich durchaus möglich scheinende Teilnahme am Masters-Finale im November in Schanghai. In Hamburg war er mit seinen Prognosen jedenfalls sehr zurückhaltend: "Die French Open fangen in zwölf Tagen an, bis dahin ist noch Zeit. In den nächsten Tagen weiß ich mehr."

© SID

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