Tennis World Team Cup
Kroatien gewinnt den World Team Cup

Deutschland hat das Finale des Arag World Team Cups gegen Kroatien verloren. Nachdem Ivo Karlovic gegen Alexander Waske gewonnen hatte, setzte sich Ivan Ljubicic im zweiten Einzel 6:4, 6:4 gegen Nicolas Kiefer durch.

Trauer bei den deutschen Tennis-Fans: Im Finale des Arag World Team Cups in Düsseldorf ist Deutschland an Daviscupsieger Kroatien gescheitert. Zum Auftakt verlor der kurzfristig eingesprungene Alexander Waske (Frankfurt/Main) gegen den ebenfalls als Ersatzmann nominierten Ivo Karlovic mit 6:7 (5:7), 4:6. Anschließend machte das 4:6, 4:6 von Nicolas Kiefer (Hannover) gegen Ivan Ljubicic die Niederlage der Gastgeber perfekt. Zum insgesamt achten Mal ist der amtierende Daviscupsieger damit auch Mannschafts-Weltmeister. Unter anderem gelang das in den Jahren 1988/89 und 1993/94 der deutschen Mannschaft.

Nur noch Ergebniskosmetik war am Ende der Sieg im Doppel durch Alexander Waske/Michael Kohlmann (Frankfurt-Main/Hagen) mit 7:6 (7:3), 6:3 gegen Ivo Karlovic/Ivan Ljubicic.

Alexander Waske hatte erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn von seinem Einsatz erfahren und war über die kurzfristige Nominierung offenbar nicht sonderlich erfreut. "Sie müssen den Teamchef fragen, wie das zustande gekommen ist, ich sage da jetzt nicht so viel zu", erklärte er nach der Niederlage gegen den 2,08m langen Ivo Karlovic. Nachdem die Kroaten den über Rückenschmerzen klagenden Mario Ancic zurückgezogen hatten, stellte Philipp Kohlschreiber urplötzlich "muskuläre Probleme" bei sich fest. Die Tatsache, dass Waske in Einzel und Doppel zuvor noch nie gegen Karlovic verloren hatte, dürfte allerdings die entscheidende Rolle bei der personellen Rotation gespielt haben.

Waske: "Drei Krumme Punkte, und schon bist du weg"

Die aber am Ende nichts brachte, denn Waske gelang es nicht, im zweiten Satz eine 3:0-Führung über die Zeit zu retten und so zumindest einen dritten Durchgang zu erzwingen. "Er hat mich vorher in all unseren Matches nicht einmal gebreakt", berichtete Waske: "Heute laufen dann drei krumme Punkte, und schon bist du weg." Allerdings hatten die beiden zuvor gerade mal zwei Einzel bei Challenger-Turniern gegeneinander gespielt (2001 in Puebla und 2003 in Lübeck), und seither ging die Leistungskurve von Karlovic deutlich rasanter nach oben als die von Waske.

"Kiwi" auf verlorenem Posten

Auf verlorenem Posten stand auch Nicolas Kiefer gegen den 1,93m großen Ivan Ljubicic. Zwar schaffte es Deutschlands Nummer eins, über weite Strecken mitzuhalten, doch wenn Ljubicic einen Gang zulegte, war "Kiwi" machtlos. Vor allem dem gewaltigen Service seines Gegners hatte der Deutsche kaum etwas entgegenzusetzen, vier unreturnierbare Aufschläge in einem Spiel waren keine Seltenheit. Ljubicic dürfte in dieser Form auch bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

Über die Zukunft des Arag World Team Cups, der noch bis einschließlich 2007 vertraglich an Düsseldorf gebunden ist, wird aller Voraussicht nach bis Ende 2006 entschieden. Horst Klosterkemper, Erfinder des Turniers und seit zwei Jahren ATP-Direktor für Europa, ließ am Samstag vorsichtigen Optimismus durchklingen. "Die ATP hat einen neuen Marketing-Experten eingestellt", berichtete Klosterkemper: "Der hat sich auch in Düsseldorf umgeschaut und ist begeistert von dem Potenzial, das er hier vorgefunden hat, das aber noch nicht ganz ausgeschöpft ist."

Nach einer Woche mit vielen Regenpausen und einem wetterbedingten Umzug ins Eisstadion am Freitag nannte Klosterkemper eines der Hauptprobleme des Rochusclubs: "Die Absicherung für Düsseldorf muss im wahrsten Sinne des Wortes wasserdicht werden."

© SID

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