Tennis World Team Cup
Schüttler punktet für Deutschland

Deutschland liegt beim Arag World Team Cup in Düsseldorf gegen Frankreich mit 1:0 in Führung. Routinier Rainer Schüttler bezwang den Weltranglistensiebten Gilles Simon 6:4, 6:4.

Mit einem persönlichen Befreiungsschlag hat Rainer Schüttler die deutsche Mannschaft beim Arag World Team Cup in Düsseldorf im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich in Führung gebracht. Der 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Weltranglistensiebten Gilles Simon beendete nach sechs Niederlagen in Folge die sportliche Durststrecke des 33-jährigen Korbachers, die seit dem Masters-Turnier im März in Miami andauerte. Gleichzeitig feierte der Routinier seinen 300. Sieg auf der ATP Tour (bei 290 Niederlagen) und seinen ersten Saisonsieg auf Sand.

"Das fühlt sich natürlich gut an", sagte ein sichtlich erleichterter Rainer Schüttler, stellte aber sofort klar: "Es freut mich umso mehr, dass ich der Mannschaft diesmal eine Führung bescheren konnte. So lässt es sich ruhiger schlafen." Sein erstes Einzel am Sonntag gegen Sam Querrey (USA) hatte er 6:2, 4:6, 2:6 verloren.

Kohlschreiber kann den Sieg perfekt machen

Nun kann Philipp Kohlschreiber (Augsburg) am Mittwoch (ab 13.00 Uhr) mit einem Erfolg gegen Jo-Wilfried Tsonga den Sieg gegen Frankreich vorzeitig perfekt machen. In der blauen Gruppe ging unterdessen Serbien in der Partie gegen Italien mit 1:0 in Führung. Janko Tipsarevic bezwang den russischen Youngster Stanislaw Wowk klar mit 6:2, 6:4.

Denn der Titelverteidiger konnte nach dem Sieg gegen Frankreich auch das zweite Spiel bereits für sich entscheiden. Nach dem 7:5, 6:4-Erfolg von Andreas Vinciguerra gegen Robby Ginepri sorgte Robin Söderling mit dem 6:2, 6:2 gegen Sam Querrey für das 2: 0 des Vorjahressiegers gegen die USA.

In der blauen Gruppe steht Serbien in der Partie gegen Russland ebenfalls bereits als Sieger fest. Janko Tipsarevic bezwang den russischen Youngster Stanislaw Wowk klar mit 6:2, 6:4. Im Anschluss kam Viktor Troicki zu einem 6:2, 6:2-Erfolg gegen Jewgeni Korolew. Im Duell zwischen Argentinien und Italien sind die Südamerikaner nach dem 6:3, 6:4 von Juan Martin Del Potro über Andreas Seppi vor dem zweiten Einzel am Mittwoch mit 1:0 im Vorteil.

Schüttler zeigte sich nach der Partie erleichtert, aber nicht unbedingt überrascht über sein gutes Spiel. "Ich weiß ja, dass ich Tennis spielen kann", sagte der Wimbledon-Halbfinalist, fügte allerdings hinzu: "Meistens jedenfalls." Nun hofft er, dass der Erfolg von Düsseldorf eine Initialzündung für den Rest der Saison sein könnte: "Wenn es nun gerade vor den French Open in Paris auf Sand besser läuft, nehme ich das natürlich dankend an."

Ausgerechnet gegen Angstgegner Simon

Ausgerechnet gegen Gilles Simon, gegen den er in den vorigen vier Begegnungen stets verloren hatte, fand Schüttler dieses Mal "die richtige Mischung". Wie bei der Niederlage gegen Querrey begann er den ersten Satz druckvoll und ging 3:0 in Führung. Dann allerdings verlor der Routinier kurzfristig seinen Rhythmus. Als der 24-jährige Franzose auf 5:4 herankam, machte Schüttler seinem Ärger Luft und schleuderte wütend seinen Schläger zu Boden.

Diese Maßnahme zeigte Wirkung. Schüttlers Konzentration kehrte zurück, und nach 1:33 Stunden konnte der Hesse endlich wieder einmal die Siegerfaust ballen - das hatte er zuletzt nach seinem Erfolg gegen den Finnen Jarkko Nieminen in Miami getan.

© SID

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