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Deutsche Damen scheitern kollektiv in Berlin

Bereits nach der zweiten Runde findet das WTA-Turnier in Berlin ohne deutsche Beteiligung statt. Unter anderem scheiterte Anna-Lena Grönefeld überraschend in drei Sätzen an der Kolumbianerin Catalina Castano.

Die deutschen Tennis-Spielerinnen haben beim WTA-Turnier in Berlin einen wahren "schwarzen Mittwoch" erlebt. Selbst für Anna-Lena Grönefeld geriet der erste Auftritt bei den Qatar Telecom German Open in Berlin zum Fiasko. Die Nummer 14 der Weltrangliste aus Nordhorn unterlag nach einem Freilos zum Auftakt in der zweiten Runde der Kolumbianerin Catalina Castano 3:6, 6:2, 3:6. Zu allem Überfluss lieferten sich ihr Trainer Rafael Font de Mora und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hinter den Kulissen eine Verbal-Attacke.

Auch für die restlichen zwei noch im Wettbewerb verbliebenen deutschen Spielerinnen kam am dritten Tag das Aus, dies bedeutete: German Open nunmehr ohne Deutsche. Martina Müller (Hannover) verlor 3:6, 6:3, 0:6 gegen die frühere russische US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa. Julia Schruff (Augsburg) hatte beim 4:6 und 3:6 gegen die frühere Weltranglisten-Erste Martina Hingis (Schweiz) keine Chance. In der ersten Runde waren Sandra Klösel (Oberkirch) und Lokalmatadorin Sabine Lisicki gescheitert.

"Sein Führungsstil ist nicht mein Führungsstil, und seine Art der Kommunikation ist nicht meine Art der Kommunikation", sagte Barbara Rittner nach den zum Teil scharfen Attacken des spanischen Grönefeld-Coaches. Ihr sei es allein wichtig, ein "gutes Verhältnis zu Anna-Lena zu haben". Mehr wolle sie zu dem Thema nicht sagen.

Grönefeld-Coach schießt gegen Rittner

Rafael Font de Mora hatte Rittner zuvor hart attackiert. Dabei ging es noch um die 2:3-Niederlage der deutschen Mannschaft im Fed-Cup vor gut zwei Wochen gegen die B-Mannschaft der USA. Der Trainer sagte der Süddeutschen Zeitung, dass Barbara Rittner "hintenherum das Spiel der Medien betreibt, statt ihren Job zu machen." Sie müsse "wohl das Geld rechtfertigen, das der Tennis Bund rauswirft", um davon abzulenken, dass "Deutschland nichts vorzuweisen hat."

Die Spielerin selbst wollte sich dazu nicht äußern. "Das sollen die Beiden untereinander regeln", meinte die Nummer 14 der Weltrangliste nach ihrem enttäuschenden Spiel gegen die aktuelle Nummer 36 mit belegter Stimme. Nach dem Aus im ersten Spiel an der Hundekehle war die 20-Jährige deprimiert. "Natürlich schmerzt es mich, dass ich in Deutschland so früh gescheitert bin. Meine Gegnerin hat mich stark unter Druck gesetzt, so dass ich zu oft hinter der Grundlinie stand und zu selten nach vorne ans Netz kam."

Kusnezowa überfährt Müller "wie ein ICE"

Der K.o. kam auch für Martina Müller (Hannover). Gegen Swetlana Kusnezowa war sie trotz starker Gegenwehr im zweiten Satz chancenlos. "Im letzten Satz hat sie mich überfahren wie ein ICE. Sie ist eine der Spielerinnen, die noch stärker werden, wenn sie in Führung liegen", sagte Müller.

© SID

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