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Deutsche Fed-Cup-Damen träumen vom Halbfinale

Vor dem Erstrunden-Duell zwischen den deutschen Fed-Cup-Damen und dem Team der USA sind die Voraussetzungen für das deutsche Team so gut wie lange nicht mehr. Die DTB-Damen gehen als Favoritinnen in die Begegnung.

Anna-Lena Grönefeld in Topform, die USA stark ersatzgeschwächt und der Platz nach den eigenen Wünschen bestens präpariert: Die deutsche Fed-Cup-Mannschaft um Teamchefin Barbara Rittner träumt vor der Partie gegen die USA im badischen Ettenheim am Samstag und Sonntag vom ersten Einzug in das Halbfinale seit 1995 (2:3 gegen Spanien) und der Rückkehr auf die große Tennis-Bühne.

"Ich sehe uns ganz klar in der Favoritenrolle. Nach den Absagen von Davenport und den Williams-Schwestern war im Team der einhellige Tenor: geil, jetzt können wir sie ja wegmachen", erklärte Rittner. Topspielerin Anna-Lena Grönefeld, die trotz der Halbfinal-Niederlage gegen die Russin Nadja Petrowa in der vergangenen Woche beim WTA-Turnier in Charleston einen Lauf hat, glaubt ebenfalls fest an das Semifinale: "Wir haben uns fest vorgenommen, als Sieger vom Platz zu gehen."

Grönefeld will sich weiter steigern

Die Hoffnungen der deutschen Damen ruhen insbesondere auf der 20-Jährigen. Vor fünf Wochen hatte die derzeit beste deutsche Tennisspielerin in Acapulco ihren ersten WTA-Titel gewonnen. Die starken Auftritte in 2006 haben Anna-Lena Grönefeld den Sprung auf den 14. Platz der Weltrangliste beschert, ihre bislang beste Platzierung auf der Tour. "Aber ich weiß, dass ich mich weiter steigern kann", meinte die wortkarge Nordhornerin.

Neben Grönefeld wird Julia Schruff aus Augsburg die deutschen Farben auf der gemütlichen Anlage in Ettenheim, wo das Fed-Cup-Team zuletzt vor drei Jahren unglücklich 2:3 gegen die Slowakei unterlag, vertreten. Die 23-Jährige musste sich allerdings zuletzt beim Turnier in Amelia Island im Achtelfinale der, durch die Absagen von Lindsay Davenport sowie Serena und Venus Williams zur Nummer eins im US-Team aufgerückten, Jill Craybas 3:6 und 2:6 geschlagen geben. "Aber der Fed-Cup ist etwas Besonderes. Zusammen zu gewinnen, macht einfach mehr Spaß", meinte die 52. der Weltrangliste.

Craybas und "No-Names" bilden US-Team

Außer Craybas wird das Team von Zina Garrison allerdings ausschließlich mit "No-Names" an den Start gehen. Jamea Jackson, Shenay Perry und Vania King sind alle jünger als 21 und stehen allesamt vor ihrem Fed-Cup-Debüt. "Unser Nachwuchs ist heiß, sich auf diesem Niveau zu messen. Sie wollen ein Ausrufezeichen setzen", meinte Garrison.

Allerdings werden die Amerikanerinnen auch mit den Sandplätzen in Ettenheim ordentlich zu kämpfen haben. Die Bedingungen wurden ganz nach dem Gusto des DTB-Teams ausgerichtet. "Ich hoffe auf Nieselregen, schwere Bälle und einen langsamen Sandbelag", sagte Rittner. Zumindest der langsame Untergrund kann von den Organisatoren gewährleistet werden.

Deutschland hat in diesem Jahr durch Siege gegen Indonesien und Kroatien die Rückkehr in die Fed-Cup-Elite geschafft. Bei einem Sieg gegen die USA würde am 15./16. Juli das Halbfinale gegen Belgien oder Russland folgen. Bei einer Niederlage müsste das Team in die Relegationsrunde, um den Klassenerhalt zu sichern.

© SID

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