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Grönefeld trotz glatter Niederlage "zufrieden"

Anna-Lena Grönefeld hat ihre glatte 1:6, 2:6-Niederlage gegen Shahar Peer (Israel) bei den German Open in Berlin erstaunlich locker genommen. "Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", sagte die 21-Jährige.

Keine Katerstimmung trotz herber Klatsche: Anna-Lena Grönefeld grübelte nicht lange über die Gründe ihrer Auftakt-Niederlage bei den Qatar Telecom German Open in Berlin. Die 21-Jährige wirkte trotz des 1:6, 2:6 gegen die an Position 13 gesetzte Israelin Shahar Peer erstaunlich locker und gelöst und widmete sich in ungewohnter Plauderlaune den Herausforderungen der Zukunft.

"Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit meinem Spiel. Natürlich fehlt es mir noch an Konstanz und Fitness, aber daran arbeite ich mit meinem neuen Trainer Dirk Dier in Saarbrücken", sagte die frühere Nummer 14 der Weltrangliste, die mittlerweile auf den 46. Rang abgerutscht und hinter Martina Müller nur noch die Nummer zwei in Deutschland ist.

Neue Heimat in Saarbrücken

Nach ihrer Rückkehr aus den USA und der Trennung von Trainer Rafael Font de Mora im vergangenen Jahr hat die Nordhornerin in Saarbrücken eine neue Heimat gefunden. Das eigene Auto und die eigene Wohnung helfen ihr auf dem Weg zu mehr Eigenverantwortung, zum Erwachsenwerden. "Eine Wohnung einzurichten ist zwar sehr anstregend, macht aber auch unheimlich viel Spaß", verriet die Fedcup-Spielerin, die Deutschland Ende April in Fürth fast im Alleingang zum Sieg gegen Kroatien geführt hatte.

Der Abnabelungsprozess von ihrem dominanten Trainer Font de Mora brauchte Zeit: "Ich hatte schwierige Momente im vergangenen Jahr", gesteht sie noch heute ein: "Die Trennung von Rafael ist mir nicht leicht gefallen. Es war eine große Umstellung."

Auch fällt es ihr schwer, nicht mehr mit der Amerikanerin Meghann Shaughnessy im Doppel anzutreten. Die US-Spielerin trainiert weiterhin bei Font de Mora, eine Tatsache, die das Doppel mit Grönefeld sprengte. "Schade, ich habe gern mit ihr gespielt. Es ist schwierig, mitten im Jahr eine neue Partnerin zu finden", sagt Grönefeld.

Konzentration auf das Doppel

In Berlin tritt sie an der Seite der Italienerin Mara Santangelo an. "Nach dem Aus im Einzel gilt jetzt meine Konzentration dem Doppel", sagt Grönefeld, die in der Setzliste mit ihrer Partnerin an Nummer sieben geführt wird.

Zwangsweise begegnet Grönefeld ihrem alten Coach bei Turnieren immer wieder, auch in Berlin lief man sich über den Weg. "Man sieht sich eben auf der Anlage. Das bleibt nicht aus", berichtet sie. Lange Gespräche finden nicht statt: "Da ist nicht viel Umgang." Kontakt gibt es noch über die Anwälte, die zurzeit Klärung über Font de Moras Tätigkeit als Manager von Grönefeld herbeiführen wollen.

"Ich habe einen festen Plan"

Für die Zukunft hat sich Grönefeld, die in nächster Zeit etliche Weltranglisten-Punkte verlieren und im Ranking viele Plätze abrutschen wird, einiges vorgenommen. "Ich habe einen festen Plan", sagt die Blondine: "Dabei habe ich mir keine konkrete Platzierung als Ziel gesetzt. Ich möchte langsam wieder zu meiner alten Form finden."

Eine große Hilfe ist ihr Fedcup-Teamchefin Barbara Rittner: "Barbara und ich haben mittlerweile ein Super-Verhältnis. Sie war diejenige, die mir im Fedcup in Fürth mit der Nominierung für die Einzel das Vertrauen gegeben hat." Rittner gibt das Lob postwendend zurück: "Ich glaube, 2008 wird Annas Jahr."

© SID

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