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Ivanovic gewinnt German Open nach hartem Kampf

Ana Ivanovic hat das Finale der Qatar Telecom German Open in Berlin für sich entschieden. Die erst 19-Jährige aus Serbien bezwang die Russin Swetlana Kusnezowa 3:6, 6:4, 7:6 (7:4).

Die erst 19 Jahre alte Serbin Ana Ivanovic hat nach einem hart umkämpften Finale überraschend die Qatar Telecom German Open in Berlin gewonnen. Die Weltranglisten-16. besiegte im Finale die an Nummer drei gesetzte Swetlana Kusnezowa (Russland) mit 3:6, 6:4, 7:6 (7:4) und sicherte sich neben dem Goldenen Falken als Siegerstatue eine Prämie von rund 180 000 Dollar.

Vor 7 000 Zuschauern im Steffi-Graf-Stadion zeigte Ivanovic in dem spannenden Endspiel eine kämpferisch starke Leistung und ließ sich auch von einem 3:6-Rückstand im ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Der in Basel lebende Teenager kämpfte sich nach 135 Minuten zum Sieg und feierte bei den Regen-Spielen von Berlin den dritten WTA-Turniersieg nach Canberra/Australien 2005 und Montreal/Kanada 2006. Nach dem Berlin-Sieg gehört Ivanovic zum Favoriten-Kreis für die French Open (27. Mai bis 10. Juni).

Kusnezowa von hartem Programm gezeichnet

Kusnezowa, deren größter Erfolg der Sieg bei den US Open 2004 war, musste dem harten Programm am Abschlusstag Tribut zollen. Drei Stunden vor Beginn des Finals hatte sie ihr Halbfinale gegen die Weltranglisten-Erste Justine Henin (Belgien) zu Ende gebracht und mit 6:4, 5:7, 6:4 die gelungene Revanche für die Final-Pleite bei den French Open 2006 gefeiert. Die Partie war Samstag wegen Dunkelheit und Regen abgesagt worden.

"Das war eine harte Woche für mich. Durch den Regen und die vielen Unterbrechungen war es sehr anstregend. Ich bin jetzt etwas müde", gestand Henin. Für die French Open sieht sich die 24-Jährige dennoch gut gerüstet: "Trotz aller Schwierigkeiten hatte ich hier eine gute Vorbereitung auf Paris. Kusnezowa gehört dort zu den Favoritinnen."

Henin war in Berlin eines der größten Wetter-Opfer. Ihr Viertelfinale musste bereits wegen Regen unterbrochen und am Tag darauf fortgesetzt werden. Andere Favoritinnen strauchelten ebenfalls vorzeitig. Für die Weltranglisten-Dritte Amelie Mauresmo (Frankreich) und Martina Hingis (Schweiz) kam das Aus im Achtelfinale. Mauresmo unterlag Julia Wakulenko (Ukraine) mit 6:2, 1:6, 2:6, Hingis hatte gegen Patty Schnyder (Schweiz) wegen einer Hüftverletzung mit 4:6 und 0:6 das Nachsehen.

Der Dauerregen wirbelte das Programm der seit 1979 ausgetragenen German Open durcheinander wie selten zuvor. Trotzdem wollen die Veranstalter auf die Installation eines Daches verzichten. In Zukunft sollen bei Regen verstärkt Abdeckplanen eingesetzt werden, um auf trockenem Boden einen rascheren Wiederanfang zu ermöglichen.

Einen mäßigen Eindruck hinterließen die sieben deutschen Starterinnen. Martina Müller (Hannover) erreichte als einzige Spielerin des Deutschen Tennis Bundes (DTB) das Achtelfinale. Ausgerechnet die zurzeit beste deutsche Spielerin liegt wegen ihrer Streichung aus dem A-Kader im Clinch mit dem DTB.

Zukunft der German Open gesichert

Die Zukunft des bedeutendsten Frauen-Turniers in Deutschland scheint derweil gesichert. Auch in den kommenden Jahren will der katarische Verband das Turnier ausrichten. Verbandspräsident Scheich Mohamed Bin Faleh Al Thani und Turnierdirektor Ayman Azmy hatten zu Turnierstart T-Shirts mit der Aufschrift "Wir sind gekommen, um zu bleiben"übergezogen und damit ihre Verbundenheit zu Berlin ausgedrückt.

"Wir werden 2008 ein Turnier auf hohem Level anbieten und 2009 im neu geordneten WTA-Kalender ebenfalls eine wichtige Veranstaltung haben", verkündete Scheich Mohamed, dessen Verband zum dritten Mal die Qatar German Open veranstaltete.

© SID

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