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Müller hält deutsche Fahne in Berlin hoch

Martina Müller hat als einzige deutsche Spielerin beim WTA-Turnier in Berlin das Achtelfinale erreicht. Sie bezwang Shahar Peer 6:2, 7:6. Zuvor waren Angelika Roesch und Tatjana Malek ausgeschieden.

Die deutschen Hoffnungen beim WTA-Turnier in Berlin ruhen einzig und allein auf Martina Müller. Die Hannoveranerin steht in der Hauptstadt im Achtelfinale. Die zurzeit beste deutsche Tennisspielerin (Nummer 39 der Weltrangliste) bezwang in der zweiten Runde Shahar Peer aus Israel mit 6:2, 7:6 (7:2) und trifft in der Runde der letzten 16 auf die an Nummer drei gesetzte Swetlana Kuznezowa (Russland), die gegen Sybille Bammer (Österreich) 6:1, 7:5 gewann.

Müller zeigte sich bei ihrem Sieg auch vom Streit mit dem Verband völlig unbeeindruckt. In aller Öffentlichkeit hatte sie kritisiert, dass sie keine Einladung für den Fedcup erhalten und Spielerinnen wie Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) mehr Geld vom Verband erhalten hätten. Pikanterweise hatte Grönefeld in Berlin gegen Peer in der ersten Runde klar verloren.

Als fünfte von sieben gestarteten deutschen Damen hatte sich zuvor Angelika Roesch bei den Qatar German Open in Berlin in Runde eins verabschiedet. Die Berlinerin unterlag Bammer, aktuell 25. der WTA-Weltrangliste, trotz einer 5:2-Führung im ersten Satz mit 5:7 und 1:6. Anschließend musste Tatjana Malek in der zweiten Runde erwartungsgemäß die Segel streichen. Die 19-Jährige aus Bad Saulgau verlor gegen die an Nummer eins gesetzte Weltranglistenerste Justine Henin (Belgien) mit 1:6, 1:6.

"Ich kannte Justine nur aus dem Fernsehen"

Die 19 Jahre alte Nachwuchshoffnung hatte ihre Niederlage nach 62 Minuten gegen die übermächtige Gegnerin schnell abgehakt: "Ich kannte Justine bislang nur aus dem Fernsehen und war zu Beginn des Spiels sehr aufgeregt." Die Nervosität wurde zum Stolperstein: "Ich hatte zu viel Respekt und konnte mich nicht auf mein Spiel konzentrieren. Sie hat sehr schnell gespielt. Ich war einfach begeistert von Justine."

Henin war die Nervosität ihrer unerfahrenen Gegnerin nicht entgangen: "Besonders im ersten Satz habe ich gespürt, wie aufgeregt sie war. Im zweiten Durchgang wurde es besser." Malek hat sich für die nächste Partie gegen die Belgierin einiges vorgenommen: "Dann werde ich nicht mehr so nervös sein."

Die großen Überraschungen blieben auch am dritten Tag in Berlin aus. Titelverteidigerin Nadia Petrowa (Russland) setzte sich trotz eines gebrochenen Schlägers gegen Severine Bremond (Frankreich) mit 6:4 und 6:2 durch. Die Weltranglisten-Dritte Amelie Mauresmo (Frankreich) stetzte sich gegen die Chinesin Zi Yan mit 6:3 und 6:3 durch und trifft nun in der Runde der letzten 16 auf Julia Wakulenko aus der Ukraine. Die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis (Schweiz) erreichte mit Mühe das Achtelfinale. Die Nummer vier der Setzliste gewann gegen die Ukrainerin Kateryna Bondarenko den zweiten Satz im Tiebreak mit 9:7. Den ersten Durchgang hatte sie ebenfalls knapp mit 7:5 gewonnen.

Schruff in Prag erfolgreich

Julia Schruff steht indes beim mit 145 000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Prag im Viertelfinale. Die 109. der aktuellen Weltrangliste schaltete in der Runde der letzten 16 die an Nummer drei gesetzte Russin Olga Putschkowa in nur 52 Minuten Spielzeit glatt mit 6:2 und 6:2 aus. Die Augsburgerin trifft nun auf die Siegerin der Partie zwischen der tschechischen Qualifikantin Klara Zakopalova und der an sieben gesetzten Französin Virginie Razzano. Derweil ist Sandra Klösel aus München in der Runde der letzten 16 an der Slowakin Jarmila Gajdosova 0:6, 4:6 gescheitert.

© SID

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