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Müller scheitert in erster Runde von Berlin

Die deutsche Tennisspielerin Martina Müller ist in der ersten Runde der Qatar German Open in Berlin gescheitert. Die Hannoveranerin verlor gegen die Chinesin Zi Yan mit 2:6, 3:6.

Martina Müller ist als bereits dritte deutsche Tennisspielerin bei den Qatar German Open in Berlin gescheitert. Die auf Weltranglistenplatz 72 geführte Fed-Cup-Spielerin aus Hannover verlor ihr Auftaktmatch im Steffi-Graf-Stadion gegen die Chinesin Zi Yan mit 2:6, 3:6.

"Ich habe nicht wirklich zu meinem Spiel gefunden, obwohl es sicherlich anders läuft, wenn ich im zweiten Satz das 4:1 mache. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat", sagte die sichtlich enttäuschte Müller, die im zweiten Satz eine 3:1-Führung verspielte. Im vergangenen Jahr hatte die Fed-Cup-Spielerin an der Berliner Hundekehle noch das Viertelfinale erreicht.

Nur Lisicki und Bachmann sind noch im Rennen

Vor der Hannoveranerin waren bereits am Montag Angelique Kerber (Kiel) und Julia Görges (Bad Oldesloe) ausgeschieden. Somit wartet der DTB weiter seit 2006 darauf, dass drei Deutsche in der Runde der letzten 32 stehen. Nur Lokalmatadorin Sabine Lisicki und Angelika Bachmann (Stuttgart) hatten am ersten Tag mit Siegen für Erfolgserlebnisse gesorgt.

Serena Williams ohne Probleme im Achtelfinale

Während Müller schwächelte, zog US-Star Serena Williams ohne Probleme bereits ins Achtelfinale ein. Die an Nummer fünf gesetzte 26-Jährige setzte sich in der zweiten Runde mit 6:2, 6:3 gegen Francesca Schiavone aus Italien durch. Die Schweizerin Patty Schnyder ist dagegen als bisher einzige unter den Top Ten gesetzte Spielerin (Nr. 9) in der ersten Runde gescheitert. Sie unterlag der Russin Wera Dutschewina 2:6 und 3:6. "Martina hat der Chinesin ein bisschen zu viel Initiative überlassen. Ihr hat zudem irgendwie das Selbstvertrauen gefehlt", analysierte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner das Match von Müller, die sie wegen interner Querelen lange Zeit ignoriert hatte.

Bis heute ist die Beziehung zwischen Rittner und Müller, die von ihrem Vater Reinhard trainiert wird, angespannt. "Ich sage es mal so: Wir haben ein Verhältnis, bei dem wir uns auf geschäftlicher Ebene mittlerweile gut verstehen", erklärte Müller. Rittner bewertete es nicht anders: "Wir sehen das sehr professionell und haben einen Weg gefunden, wie wir miteinander umgehen."

Fed-Cup-Teamchefin Rittner zeigt sich zuversichtlich

Noch im vergangenen Jahr hatte Müller wegen ihrer Nichtnominierung für den Fed Cup nicht unbedingt freundlich über Rittner geredet. Ein klärendes Gespräch zwischen den Beteiligten beendete letztlich die zwei Jahre dauernde DTB-Spielpause der 25-Jährigen.

Trotz Müllers Ausscheiden bewertete Rittner den bisherigen Turnierverlauf ihrer Schützlinge in der Hauptstadt aber positiv: "Insgesamt ist jede Runde, in der eine Deutsche weiterkommt, ein Erfolg. Vielleicht erleben wir ja noch weitere Überraschungen durch Angelika Bachmann oder Sabine Lisicki. Schließlich wäre es nach der Enttäuschung im Fed Cup Gold wert, wenn wir uns hier vor eigenem Publikum gut präsentieren."

Lisicki trifft in der zweiten Runde auf Sybille Bammer aus Österreich. Qualifikantin Bachmann bekommt es mit der Polin Agnieszka Radwanska zu tun. Die Gewinnerin spielt gegen Williams.

© SID

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